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Berlin: Nasenöle und feucht-warme Wickel können Halsschmerzen lindern

Berlin : Nasenöle und feucht-warme Wickel können Halsschmerzen lindern

Bei häufig wiederkehrenden Halsinfekten können Nasenöle und feucht-warme Halswickel nachts die Schmerzen lindern.

Das Öl sollte vor dem Schlafengehen in die Nase eingeträufelt werden, rät die Berliner Hals-Nasen-Ohren-Ärztin Katrin Gretschel. Entsprechende Präparate, die häufig Sesam- und ätherische Öle enthalten, seien in vielen Apotheken erhältlich. Das Nasenöl lege sich auf Nasenschleimhäute und Rachen und stille auf diese Weise den Schmerz. „Am besten sollte man morgens gleich nochmal ölen”, sagt Gretschel.

Parallel zur Befeuchtung der Schleimhäute empfiehlt die HNO-Ärztin feucht-warme Wickel um den Hals, um die Infektion zu beruhigen. Tagsüber sollte die Behandlung bei starken Beschwerden zudem durch ein Halsspray ergänzt werden.

Die häufigste Ursache für hartnäckige und häufig wiederkehrende Halsschmerzen sind laut Gretschel sogenannte Pharyngitiden, die durch Viren übertragen werden. Seltener kämen akute, bakteriell bedingte Mandelentzündungen (Tonsilitis) vor, die meist mit Antibiotika behandelt werden müssten.

Die beste Vorbeugung gegen Halsschmerzen bei kaltem Wetter sind nach Angaben der Ärztin warme Kleidung, ein Schal und großzügiges Trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten. Dazu sollte man darauf achten, bevorzugt durch die Nase zu atmen, weil die eingesogene Luft bei der Atmung durch den Mund nicht ausreichend erwärmt und angefeuchtet werde und die Schleimhäute so einem Kältereiz ausgesetzt seien.