London: Nanopartikel beeinflussen Hirnentwicklung

London: Nanopartikel beeinflussen Hirnentwicklung

Nanopartikel können die Hirnentwicklung bei Föten beeinflussen. Das haben Japanische Forscher bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden. Titandioxid-Partikel veränderten Proteinproduktion, schreiben die Wissenschaftler im Fachjournal „Particle and Fibre Toxicology”.

Konkret störten sie die Umsetzung von Erbgutinformationen in Proteine. Betroffen seien unter anderem Gene, die bei neurologischen Störungen eine Rolle spielen. „Unsere Ergebnisse stützen die Befürchtung, dass dieses spezielle Nanomaterial das Potenzial hat, die menschliche Gesundheit zu beeinflussen”, erläuterte Takeda in einer Mitteilung zu seiner Studie.

Wenige Nanometer (Millionstel Millimeter) winzige Titandioxid- Partikel werden etwa in Sonnencremes, zur Luft- und Wasserreinigung und für selbstreinigende Oberflächen eingesetzt.

Das Team um Ken Takeda von der Wissenschaftlichen Universität in Tokio spritzte nun trächtigen Mäusen eine Lösung mit Partikeln von 25 bis 70 Nanometer Durchmesser. Die Aktivität im Gehirn der Jungen wurde anschließend bei Föten und zu verschiedenen Zeitpunkten nach der Geburt überprüft und mit der von Nachwuchs unbehandelter Tiere verglichen. Dabei zeigten sich bei hunderten Genen Unterschiede in der Umsetzung. Viele der Muster waren typisch für bestimmte neurologische Störungen.

In ihrer Arbeit weisen die japanischen Forscher darauf hin, dass den Mäuse-Müttern vergleichsweise hohe Dosen Titandioxid gespritzt wurden, der Effekt sei deshalb nicht eins zu eins auf die reale Situation übertragbar, sondern nur ein erster Anhaltspunkt.

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