Düsseldorf: Nach Verbrennung durch Quallen Ruhe bewahren

Düsseldorf : Nach Verbrennung durch Quallen Ruhe bewahren

Wer beim Baden im Meer von einer Qualle verletzt wurde, sollte vor allem Ruhe bewahren. „Auch wenn der Schmerz groß ist, sollten Sie nicht in Panik verfallen, wenn Sie von einer giftigen Qualle erwischt wurden”, rät Tomas Jelinek, Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf.

Zwar seien kürzlich in der Meerenge von Gibraltar etwa 500 Portugiesische Galeeren gesichtet worden, die sonst vorwiegend rund um Australien leben und zu den gefährlichsten Quallen gehören. Normalerweise gebe es in europäischen Gewässern bisher aber keine lebensgefährlichen Quallen.

Wichtig sei, nach dem Zusammenstoß mit einer Qualle möglichst schnell das Meer zu verlassen und die brennende Hautstelle auf keinen Fall mit der Hand zu reiben. Meist klebten noch viele ungeplatzte Nesselkapseln auf der Haut, warnt Jelinek. Diese sollten mit Salzwasser abgespült oder vorsichtig per Pinzette entfernt werden.

Mit Essig und Rasierschaum lässt sich laut Jelinek verhindern, dass die Nesseln aufplatzen. Anschließend können sie mit einem stumpfen Gegenstand abgeschabt werden. Ersatzweise könne der Betroffene die Haut an der Luft trocknen lassen und sie anschließend mit trockenem Sand abreiben - allerdings nicht mit trockenen Händen. Denn sonst können die Nesseln die Handflächen verbrennen. Zum Kühlen der verletzten Hautstelle empfiehlt Jelinek eine Antihistamin-Salbe. Bei größeren Verbrennungen sollten Betroffene zum Arzt gehen.

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