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Freiburg: Nach dem Benutzen öffentlicher Klos Händewaschen nicht vergessen

Freiburg : Nach dem Benutzen öffentlicher Klos Händewaschen nicht vergessen

Lange Autofahrten übersteht kaum jemand ohne Pinkelpause. Doch beim Anblick schmuddeliger Rastplatztoiletten würden viele am liebsten wieder nach Hause fahren.

In der Not vollführen die Toilettennutzer akrobatische Balanceakte auf dem Abort, um ja nicht in Kontakt mit der verkleckerten Klobrille zu kommen. Doch diese ist nur bedingt bedrohlich. „Solange die Haut, die die Klobrille berührt, keine Verletzungen aufweist, kann man sich auch auf einer öffentlichen Toilette ohne Bedenken hinsetzen.

Allerdings sollte die Sitzfläche wenigstens optisch sauber sein”, sagt Thomas Hauer vom Freiburger Beratungszentrum für Hygiene. Urinspritzer könne man zwar abwischen, um sich wohler zu fühlen. Dabei verteile man aber die Keime nur auf der Oberfläche und entferne sie nicht etwa. „Eine vorhergehende Reinigung mit dem oft bereitgestellten Desinfektionsmittel ist jedoch eine übertriebene Vorsichtsmaßnahme”, sagt Hauer.

Leicht übertragbare Krankheiten wie Darm-Infekte wechseln allerdings auf öffentlichen Toiletten durchaus gerne ihre Besitzer. „Die Darmbakterien bleiben beim Verlassen der Kabine an der Türklinke hängen. Von dort geraten sie auch an die Hände der Nachfolger. Wenn sie vor der nächsten Mahlzeit nicht wieder entfernt werden, gelangen sie leicht in den Mund und damit in den Organismus der Person”, erklärt Hauer.

Daher sei es wichtig, dass man sich grundsätzlich nach der Toilettenbenutzung die Hände wasche. Den ungeliebten Bazillen rückt man dabei am besten mit Wasser und Seife zu Leibe. „Das Wasser muss zum Händewaschen nicht heiß sein. Durch das Reiben und Abspülen werden die Keime auch mit kaltem Wasser abgewaschen”, sagt Hauer.

Das Risiko, sich durch eine verschmutzte Toilette mit einer Krankheit zu infizieren, sei aber grundsätzlich nicht höher als das Gesundheitsrisiko in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kaufhaus. „An allen Orten, an denen sich über einen kurzen Zeitraum viele Leute aufhalten, hinterlassen diese die verschiedensten Keime. Die sind jedoch für gesunde Menschen meistens nicht bedrohlich”, sagt Hauer.