Frankfurt/Main: Nach Bänderverletzung: Fuß bald wieder belastbar

Frankfurt/Main: Nach Bänderverletzung: Fuß bald wieder belastbar

Bänderverletzungen müssen nicht unbedingt operiert werden.

Das gelte zum Beispiel für klassische Sportverletzungen wie einen Außenbandriss am oberen Sprunggelenk, sagte Ingo Tusk, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention in Frankfurt, in einem Gespräch mit dem dpa-Themendienst.

Betroffene müssten auch keine Einschränkungen im Alltag befürchten. „Dank einer sogenannten Luftpolsterschiene können sie sich ohne Gehhilfen bewegen und alltäglichen Dingen nachgehen.” Lediglich auf Sport müssten Betroffene erst einmal verzichten.

Ein Ruhigstellen des Fußes sei in den ersten Tagen nach der Verletzung allerdings noch nötig, damit die Schwellung abklingt. Die Luftpolsterschiene müsse in der Regel etwa sechs Wochen lang getragen werden. „Durch die Schiene werden die beiden Bandenden stabilisiert, und das Band kann wieder verheilen”, erläutert Tusk. Allerdings sei es wichtig, die Schiene konsequent zu tragen. „Nur beim Duschen darf sie abgenommen werden.”

Klassische Sportverletzungen würden in der Regel nicht mehr operiert. „Studien zeigen, dass die Heilung genauso so gut wie bei einer Operation verläuft”, sagt Tusk. Lediglich Leistungssportler würden vereinzelt auf einen operativen Eingriff bestehen. Auszuschließen sei eine Operation allerdings auch nicht in jedem Fall: „Sind andere Bänder ebenfalls beschädigt oder bestehen andere Begleitverletzungen, ist zumeist ein Eingriff nötig.” Bei Kreuzbandverletzungen sei eine Operation in mehr als 90 Prozent der Fälle unumgänglich.

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