Berlin: Mundtrockenheit ist Nebenwirkung vieler Medikamente

Berlin: Mundtrockenheit ist Nebenwirkung vieler Medikamente

Der Mund ist trocken, fühlt sich pappig an: Viele Menschen kennen dieses unangenehme Gefühl, besonders wenn sie aufgeregt oder nervös sind.

Ist der Mund aber häufig oder sogar ständig zu trocken und hat man das Gefühl, als sei nicht genügend Speichel da, sollten die Ursachen ärztlich abgeklärt werden: „In den meisten Fällen ist die Mundtrockenheit eine Nebenwirkung der Medikamenteneinnahme”, sagt Hartmut Kuske vom Deutschen Hausärzteverband.

„Bei über 500 häufig eingesetzten Medikamenten ist diese Nebenwirkung bekannt”, erläutert er. So können Schlafmittel zu anhaltender Mundtrockenheit führen, aber auch Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol. „Im Moment leiden viele der Heuschnupfen-Allergiker unter trockenem Mund”, sagt der Allgemeinmediziner aus Schönow bei Berlin. „Diese Nebenwirkung tritt nämlich besonders häufig bei Antihistaminika-Präparaten, also allergiemindernden Medikamenten, auf.”

Betroffene, die diese Begleiterscheinung als sehr unangenehm oder störend empfinden, sollten in jedem Fall mit ihrem Arzt darüber sprechen. „Vielleicht ist ein Wechsel des Medikamentes ratsam.” Sind die Symptome nur leicht, kann es bereits ausreichend sein, zwischendurch immer wieder einen Schluck Wasser zu trinken.