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Berlin: Mittel gegen Altersbeschwerden: Wechselwirkungen beachten

Berlin : Mittel gegen Altersbeschwerden: Wechselwirkungen beachten

Bei der Einnahme von Mitteln gegen Altersbeschwerden muss auf mögliche Wechselwirkungen geachtet werden.

Auch klassische Geriatrika könnten ungeahnte Nebenwirkungen haben und gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auslösen, berichtet die Stiftung Warentest in Berlin in ihrer Zeitschrift „test” (Ausgabe 11/2008). Zum Beispiel können blutdrucksenkende Medikamente durch Knoblauch stärker wirken. Gleiches gilt für blutverdünnende Präparate. Da Knoblauch die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsenkt, sollten vor Operationen knoblauchhaltige Mittel abgesetzt werden.

Dieser Ratschlag gilt auch für Fischöl, das ebenfalls die Blutgerinnung hemmt. Wunden können nach der Einnahme länger bluten. Verbraucher sollten sofort zum Arzt geben, wenn sie schon nach kleinen Stößen blaue Flecken bekommen, raten die Tester. Fischöl dürfe zudem nicht bei Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Leberkrankheit, Gallenblasenentzündung und Fettverdauungsstörungen eingenommen werden.

Einige Präparate mit Ginseng enthalten laut Stiftung Warentest Alkohol, der die Wirkung vieler Arzneien verstärkt. Dazu gehörten beispielsweise Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka und starke Schmerzmittel. Menschen mit einem hohen Blutdruck sollten Ginseng nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Johanniskraut wiederum könne die Haut lichtempfindlicher machen. Intensive Sonnenbestrahlung sollte daher gemieden werden. Zudem kann sich die Wirksamkeit einiger Medikamente durch Johanniskraut verringern.