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Münster: Mit Gasbläschen gegen Krebstumore

Münster : Mit Gasbläschen gegen Krebstumore

Mit Mini-Gasbläschen - sogenannten Microbubbles - will ein Mediziner-Team der Universität Münster neue Wege im Kampf gegen Krebs erforschen. Mehr als eine Million Euro stelle die Europäische Union der Forschergruppe dafür zur Verfügung, teilte die Universität in Münster am Dienstag mit.

Die winzigen Gasbläschen funktionierten wie „Miniatur-Bomber”: Die mit therapeutisch wirksamen Nanopartikeln gefüllten Bläschen können per Ultraschall durch die Blutbahn verfolgt, gesteuert, und darin enthaltene Arzneien ausgeschüttet werden.

Das Verfahren ermögliche es Ärzten, die Medikamente konzentrierter am Krankheitsherd einzusetzen, als es etwa mit einer Spritze möglich sei.

Nach Worten von Forschungsleiter und Mediziner Prof. Klaus Tiemann ermöglicht das Verfahren erstmals, krankhaftes Gewebe durch Ultraschall darzustellen und gleichzeitig ohne Strahlenbelastung zu behandeln.

Bereits gewonnene Erkenntnisse und Therapie-Ansätze sollen mit dem Geld vorangetrieben werden. Insgesamt werden EU-weit rund 15 Millionen Euro investiert, um die Einsatzmöglichkeiten der „Microbubbles” zu erforschen.