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Saarbrücken: Minztee statt Schnaps: So lassen sich Völlegefühle lindern

Saarbrücken : Minztee statt Schnaps: So lassen sich Völlegefühle lindern

Die Feiertage rücken näher und damit auch die üppigen Essen die schnell zu einem lästigen Völlegefühl führen. Wer sich diese Regel merkt, kann das Unwohlsein einfacher loswerden, wenn er über die Stränge geschlagen hat.

Schnaps nein, Kräuterlikör vielleicht, Pfefferminztee ja: Die Ernährungsexpertin Michaela Bänsch von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken erklärt die Zusammenhänge:

Schnaps: Nach einem üppigen Essen kann ein Schnaps dazu beitragen, das Völlegefühl zu mindern. Denn der Alkohol entspannt die Magenmuskulatur. Trotzdem ist Schnaps Bänsch zufolge keine gute Wahl, weil der Alkohol zugleich dazu führt, dass die Magenmuskulatur weniger kräftig als sonst pumpt. Der Mageninhalt erreicht dadurch den Darm langsamer. Das heißt, das Essen bleibt im Endeffekt länger im Magen. Je hochprozentiger, desto langsamer wird verdaut.

Kräuterliköre: Sie enthalten zwar auch Alkohol, bieten aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber Schnaps - in ihnen stecken ätherische Öle aus pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Ingwer, Anis, Artischocke, Kümmel und Kamille. Die Öle schützen laut Bänsch vor Blähungen, Völlegefühl, Bauchkrämpfen und anderen Verdauungsbeschwerden. Damit die Öle wirken können, bedürfen sie eines sogenannten Trägermediums - in diesem Fall Alkohol. Mit Wasser alleine, zum Beispiel als Kräutertee, würde es nicht funktionieren. Eine Ausnahme hiervon ist Pfefferminze.

Pfefferminztee: In Form von Teeblättern verbinden sich ihre ätherischen Öle schnell mit dem (Tee-) Wasser. Ein Pfefferminztee könne so zum gewünschten Erfolg führen und das Völlegefühl ganz ohne Alkohol reduzieren, sagt Bänsch. Denn der Tee stört die Verdauung nicht. Die Ernährungsexpertin empfiehlt darüber hinaus einen Verdauungsspaziergang. Der hat außerdem den Vorteil, dass sich ein paar der zuvor angefutterten Kalorien gleich wieder abbauen lassen.

(dpa)