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Migräne: Übungen und Tipps gegen Kopfschmerzen

Migräne : Übungen und Tipps gegen Kopfschmerzen

Ganz vermeiden lassen sich Migräneanfälle nicht. Aber vorbeugen und Beschwerden lindern, ist sehr wohl möglich. So können Betroffene bestenfalls die Anzahl der Anfälle und deren Intensität reduzieren.

Dabei gibt es verschiedene Übungen gegen Kopfschmerzen, die sehr facettenreich sind, sodass jeder Patient eine für sich passende findet.

Migräne: Übung für die Occipitalnerven

Betroffene informieren sich häufig erst einmal selbstständig im Internet über mehr zu Migräne. Dabei stoßen Sie meist auf Übungen, die zur Beruhigung der Occipitalnerven beitragen, und so einen Migräneanfall vorbeugen sollen.

Setzen Sie sich für eine solche Übung aufrecht auf einen Stuhl, die Sofa- oder Bettkante. Tasten Sie dann mit dem Zeige- und Mittelfinger am Rand des Kopfes im Übergang zum Nacken entlang langsam nach oben, bis Sie zwei Höcker spüren. Hier liegen die sogenannten Occipitalnerven, denen sich nicht umsonst viele Tipps gegen Migräne widmen. Massieren Sie ihn langsam in kreisenden Bewegungen.

Migräne: Übung für den Kiefer

Gegen Migräne ist die folgende Übung auch für Anfänger sehr einfach. Stellen oder setzen Sie sich gerade und entspannt hin. Öffnen Sie den Mund und legen Sie eine Hand an den Unterkiefer. Die andere Hand fasst die Stirn. Anschließend drücken Sie den Kiefer mit der Hand sanft nach rechts. Die Hand an der Stirn führt eine Gegenbewegung nach links aus. Wiederholen Sie diese Übung gegen Kopfschmerzen pro Richtung ein paar Mal. Für eine Bewegung sollten Sie einige Sekunden brauchen.

Migräne: Übung für den ganzen Kopf

Wenn Sie Migräne haben, können Sie auch diese Übung ganz einfach in Ihren Alltag integrieren. Setzen Sie sich wieder entspannt und gerade hin. Achten Sie darauf, dass die Schultern ganz locker bleiben. Dann lassen Sie aus dieser Position den Kopf langsam nach vorne unten rollen. Für den Erfolg der Übung ist es wichtig, dass Sie ganz entspannt bleiben.

Durch diese Bewegung lösen sich Blockaden im Nackenbereich. Auch die dadurch entstehende, bessere Durchblutung kann helfen, einem Migräneanfall vorzubeugen.

Migräne: Isometrische Übungen

Gegen Migräne gibt es gleich mehrere isometrische Übungen. Die beiden folgenden sprechen gezielt die seitliche und hintere Nackenmuskulatur an. Setzen Sie sich für die folgenden Übungen entspannt und aufrecht hin.

Legen Sie für die erste Variante beide Hände flach auf die Stirn. Üben Sie dann langsam und gleichmäßig zunehmend so Druck mit den Händen auf die Stirn aus, als wollten Sie diese nach hinten drücken. Lösen Sie die Spannung nach einigen Sekunden bewusst wieder.

Für die zweite Variante legen Sie eine Hand flach über das Ohr an den Kopf. Üben Sie dann Druck mit der Hand in Richtung des Kopfes aus und halten Sie mit diesem dagegen, sodass der Hals gerade bleibt.

Führen Sie diese Übungen gegen Kopfschmerzen jeweils einige Male durch. Dieser bewusste Wechsel von An- und Entspannung hilft der Muskulatur dabei, sich gezielt zu entspannen. Durch die Beanspruchung der Muskeln verbessert sich gleichzeitig die Durchblutung im jeweiligen Bereich.

Migräne-Übung aus der Akupressur

Die Akupressur bedient sich derselben Punkte wie die Akkupunktur, wirkt auf diese jedoch per Druck ein. Gegen Migräne lassen sich diese Punkte auch zu Hause stimulieren – beispielsweise mit dieser Übung.

Sie zielt auf den sogenannten „Meisterpunkt“, der in der Akkupunktur bei der Schmerzbehandlung von zentraler Bedeutung ist. Sie finden diesen Punkt im Hautdreieck zwischen Daumen und Zeigefinger. Hier können Sie eine kleine Verdickung ertasten, einen Muskel namens Adductor pollicis. Auf diesen Punkt üben Sie mit dem Daumen der anderen Hand für einige Sekunden Druck aus. Wenn Sie gut auf Akkupunktur und Akupressur ansprechen, können Sie mit dieser Übung bestenfalls einem Migräneanfall vorbeugen.

Migräne: Übung aus der Autosuggestion

Auch Ihre Psyche kann Ihnen helfen, wenn Sie Migräneanfällen vorbeugen wollen. Mit dieser Übung fokussieren Sie sich auf positive und angenehme oder entspannende Bilder. Legen Sie sich dafür so hin, dass Sie auch längere Zeit bequem liegen können. Anschließend fokussieren Sie Ihre Gedanken auf ein Szenario Ihrer Wahl. Gehen Sie im Geiste zum Beispiel an einem tropischen Riff schnorcheln. Riechen Sie die salzige Luft, wenn Sie ins Wasser gehen. Sehen Sie die bunten Fische durch die Korallen schwimmen, hören Sie die Wellen rauschen.

Wichtig ist, dass Sie wirklich versuchen, dieses Szenario sinnlich zu erleben und sich ganz darauf konzentrieren. Mit dieser Übung gegen Kopfschmerzen können Sie entspannen und lenken gleichzeitig das Gehirn von triggernden Faktoren wie Stress ab.