München: Medikamente gegen Sodbrennen können beim Absetzen Probleme bereiten

München: Medikamente gegen Sodbrennen können beim Absetzen Probleme bereiten

Wer Medikamente gegen Sodbrennen und eine Entzündung der Speiseröhre bei der sogenannten Reflux-Krankheit einnimmt, sollte beim Absetzen darauf achten, ob die Symptome verstärkt zurückkehren.

„Es gibt Menschen, bei denen tritt solch ein Phänomen nach dem Absetzen von Protonenpumpenhemmern auf”, weiß der Münchner Gastroenterologe Berndt Birkner aus seiner Praxis. Daraus entwickelt sich dann häufig eine Art Ping-Pong-Effekt: Die wiederkehrenden Symptome werden erneut mit der Einnahme der Medikamente bekämpft, die einen Schlüsselschritt bei der Produktion der Magensäure blockieren. Bessern sich die Beschwerden dann tatsächlich, werden die Tabletten wieder abgesetzt und der Kreislauf beginnt von neuem. Es entsteht also eine Art Abhängigkeit von den Medikamenten.

„Wer zu diesen sogenannten Rebouncern gehört, bei denen das Absetzen mit einem Wiederaufflammen der Probleme einhergeht, sollte seinen Arzt informieren”, empfiehlt der Gastroenterologe. Dieser könne dann das entsprechende Medikament in einer niedrigeren Dosierung erneut verschreiben und die einzunehmende Menge anschließend langsam reduzieren, damit sich der Körper daran gewöhnen kann.

Die Abhängigkeit tritt übrigens nur bei Protonenpumpenhemmern auf, die meist ausschließlich bei stärkeren Ausprägungen der Reflux-Krankheit verschrieben werden. Wer hingegen sein Sodbrennen mit säurebindenden Antazida bekämpft, braucht sich darum keine Sorgen zu machen.