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Bonn: Malaria-Risiko: Geoinformationssystem hilft bei der Reiseplanung

Bonn : Malaria-Risiko: Geoinformationssystem hilft bei der Reiseplanung

Unbehandelt kann die Malaria tödlich enden. Um gesund aus fernen Ländern zurückzukehren, sollten sich Reisende über eine notwendige Prophylaxe gegen die gefährliche Krankheit rechtzeitig informieren.

Tipps, in welchen Regionen zu welcher Jahreszeit ein Malaria-Risiko besteht, gibt jetzt das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn mithilfe eines neuartigen Malariainformationssystems im Internet. Das Geoinformationssystem bietet unter meb.uni-bonn.de/hygiene länderbezogene Informationen über das aktuelle Malariarisiko, die geeignete Prophylaxe, die bereits vorhandenen Resistenzen sowie über Erregerarten und saisonale Verbreitungsmuster im jeweiligen Land.

„Das Übertragungsrisiko ist nicht nur örtlich, sondern auch zeitlich sehr unterschiedlich”, sagt Edith Fischnaller vom Bonner Hygiene-Institut. Malaria tritt in tropischen und subtropischen Regionen außer in Australien auf. Durch einen Mausklick auf das gewünschte Land kann der Nutzer Detailinformationen über die Krankheit abrufen.

Die Daten können individuell zur Reiseplanung genutzt werden, so dass beispielsweise Reisende mit Risikofaktoren, Schwangere, Kinder und ältere Menschen Hochrisikogebiete einfach erkennen können. Das Internetangebot ersetzt nach Angaben der Betreiber nicht die individuelle ärztliche Beratung. Vor Antritt einer Reise in ein Malariagebiet sollte generell ein Reisemediziner aufgesucht werden.