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Dresden: Männer schon mit Mitte 40 zum Prostatatumor-Test

Dresden : Männer schon mit Mitte 40 zum Prostatatumor-Test

Männer sollten schon mit Mitte 40 erstmals zur Früherkennung von Prostatakrebs gehen, der häufigsten Tumorart beim Mann. Auf Grundlage des dabei gemessenen sogenannten PSA-Wertes könne dann eine differenzierte Strategie geplant werden.

Das empfiehlt eine beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vorgestellte neue Leitlinie zum Prostatakarzinom. PSA steht für prostataspezifisches Antigen, das im Blut von Gesunden nur in geringer Konzentration vorliegt.

„Liegt der PSA-Wert unter 2 ng/ml, sollte in einem Intervall von zwei Jahren kontrolliert werden”, so die Empfehlung. Mit der Leitlinie bekommt der PSA-Wert nach den Worten von DGU- Generalsekretär Michael Stöckle einen höheren Stellenwert. „Mutmaßlich nicht lebensbedrohende Karzinome sollten dann aktiv überwacht werden.”

Mit der nun früheren PSA-Bestimmung könnten zehn Jahre gewonnen werden, in denen der Verlauf beobachtet werden könne. „Damit lassen sich unnötige Biopsien und Therapien vermeiden”, heißt es.

Die in vier Jahren entstandene Leitlinie zur Früherkennung, Diagnostik und Behandlung des Prostatakarzinoms ersetzt den Angaben nach die zehn Jahre alte Vorgängerin. Mit der neuen Leitlinie werde ein differenzierter Umgang mit der Tumordiagnose angestrebt, sagte Stöckle. „Nicht bei jedem kleinsten Karzinom muss gleich die Prostata geopfert werden.”

Zu dem Urologen-Kongress in Dresden von Mittwoch bis Samstag sind nach Angaben von DGU-Präsident Prof. Manfred Wirth gut 6000 Wissenschaftler und Ärzte aus aller Welt angereist.