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München: Lungenentzündung durch Viren: Kleinkinder sind besonders gefährdet

München : Lungenentzündung durch Viren: Kleinkinder sind besonders gefährdet

Ein Schnupfen kann bei Säuglingen und Kleinkindern bisweilen auch zu einer Lungenentzündung werden. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München hin. Bestimmte Viren könnten eine ernstere, sogenannte obstruktive Bronchitis oder Lungenentzündung auslösen, erläutert BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler.

Das Atmen falle dann besonders schwer und erfordert viel Kraftaufwand. Häufig können derart erkrankte Kinder nur in der Klinik behandelt werden.

Aber auch weniger schwer erkrankte Kinder bedürfen laut BVKJ oft einer Inhalationstherapie mit atemwegserweiternden und abschwellenden Medikamenten. Babys erschöpft das Atmen teilweise so sehr, dass sie nicht mehr gestillt werden können. Zudem verliere der Körper durch das Fieber viel Flüssigkeit.

Eltern müssen daher darauf achten, dass ihr Kind genug trinkt. Bei einfacheren Verlaufsformen helfen meist abschwellende Nasentropfen und das Hochlagern des Oberkörpers, um die Atemwege frei zu halten und die Atemarbeit zu erleichtern. Das Zimmer sollte nicht zu warm und gut gelüftet sein.

Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, über mit Viren verunreinigte Gegenstände oder auch über die Hände. Nur sorgfältige Hygiene und das Meiden erkälteter Menschen könne eine Infektion verhindern helfen, so der BVKJ. Eltern sollten anhaltenden Husten vom Kinderarzt abklären lassen. „Ohne ärztliche Verordnung sollten kleine Kinder keine schleimlösenden Medikamente oder Nasentropfen erhalten”, sagt Fegeler.

Werden die von Eltern beliebten, von Kinder- und Jugendärzten aber eher mit Skepsis betrachteten Hustenlöser gemeinsam mit Hustenstillern eingenommen, könnte dies sogar zu einem gefährlichen Sekretstau führen. „Und manche Nasentropfen können das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen oder bei zu langer Anwendung die Nasenschleimhaut schädigen”, warnt Fegeler.