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Düsseldorf: Laumann: Masernerkrankung droht auch in Ferienlagern

Düsseldorf : Laumann: Masernerkrankung droht auch in Ferienlagern

Die Welle der Masernerkrankungen in Nordrhein-Westfalen ebbt nicht ab. Allein in der letzten Woche seien sechs neue Fälle gemeldet worden, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag in Düsseldorf.

Zugleich warnte der Minister davor, die Erkrankung als „harmlose Kinderkrankheit” abzutun. Masern seien eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die schwere Komplikationen wie Lungen- und Hirnentzündungen bewirken könne. Der beste Schutz sei nach wie vor die Impfung.

Nicht nur in Schulen drohe eine Ansteckung, warnte Laumann. Auch in Ferienlagern und bei Ferienfreizeiten bestehe eine erhöhte Ansteckungsgefahr, da dort viele Menschen aus verschiedenen Landesteilen zusammenträfen. „Es sollten daher nur Kinder und Jugendliche teilnehmen, die gegen Masern geimpft sind oder nachweislich eine Maserninfektion durchgemacht haben”, betonte der Minister. Diese Regel gelte auch für Begleiter und Aufsichtspersonen.

Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge 1700 Fälle von Masern in NRW gemeldet. In diesem Jahr steckten sich bislang 247 Menschen mit dem Virus an. Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre werden von den Krankenkassen bezahlt.