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Berlin: Lange Lebenskrise kann auf Erkrankung hinweisen

Berlin : Lange Lebenskrise kann auf Erkrankung hinweisen

Nicht jede Lebenskrise ist eine behandlungsbedürftige psychische Störung. Die meisten Menschen schaffen es aus eigener Kraft und mit Hilfe ihres sozialen Netzes, schwierige Phasen zu überwinden.

Anders sieht es aus, wenn jemand allein nicht mehr in der Lage ist, bestimmte Situationen zu bewältigen, erläutert Prof. Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. Wenn sich die Probleme über einen längeren Zeitraum erstrecken, könnte dahinter eine psychische Erkrankung stecken.

Wichtig ist laut Maier, die Symptome genau abzuklären, um herauszufinden, ob tatsächlich eine behandlungsbedürftige psychische Störung vorliegt. Dazu gehörten ein Untersuchungsgespräch, eine körperliche Untersuchung sowie verschiedene andere Methoden wie bildgebende Verfahren. Nur so könne eine fundierte Diagnose gestellt werden.

Eine Depression zum Beispiel kann sich dadurch bemerkbar machen, dass der Betroffene länger keine Gefühle wie Freude oder Interesse empfindet. Mögliches Anzeichen einer Psychose oder Demenzerkrankung ist Maier zufolge, dass die Merkfähigkeit, Konzentration oder Aufmerksamkeit eingeschränkt ist.

Das könne dazu führen, dass ein psychisch Kranker in seiner Lebensgestaltung sehr eingeschränkt ist, weil er nicht mehr in der Lage ist, sich mit anderen Menschen auszutauschen und Informationen aufzunehmen.

(dpa)