München: Künstliche Befruchtung nur bei Krankheit absetzbar

München: Künstliche Befruchtung nur bei Krankheit absetzbar

Wenn Paare keine Kinder bekommen können, steht oft eine künstliche Befruchtung im Raum. Steuerlich können die Kosten jedoch nur dann als außergewöhnliche Belastung abgesetzt werden, wenn eine Krankheit des Mannes wie beispielsweise eine Asthenozoospermie ursächlich für die Kinderlosigkeit ist.

Das Finanzgericht München hat für einen solchen Fall entschieden, dass die Kosten absetzbar sind, wenn das Kind mit dem Samen des Ehemannes und der Eizelle der Ehefrau gezeugt wird und damit eine sogenannte homologe Befruchtung vorliegt.

Anders sieht es aus bei einer heterologen Befruchtung aus. Die Richter nehmen nämlich keine steuerliche Absetzbarkeit der Kosten an, wenn Kinder mit Spendersamen gezeugt werden. (AZ: 10 K 2156/08)

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