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Düsseldorf: Krankenstand in Nordrhein-Westfalen geringfügig gestiegen

Düsseldorf : Krankenstand in Nordrhein-Westfalen geringfügig gestiegen

Der Krankenstand in Nordrhein-Westfalen ist im vergangenen Jahr geringfügig auf 3,1 Prozent gestiegen.

Im Jahr 2007 betrug der Wert 3,0 Prozent. Das Berliner Forschungsinstitut IGES erhob die am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichten Zahlen anhand der Krankschreibungen von 442.000 erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAK.

„Es gibt keinen Grund, aus den aktuellen Zahlen eine Trendwende herbeizureden. NRW als stark industrialisiertes Bundesland steht weiterhin gut da und liegt unter dem gesamtdeutschen Niveau von 3,3 Prozent”, sagte DAK-Landeschef Hans-Werner Veen. In Nordrhein-Westfalen fehlte ein DAK-Versicherter 2008 krankheitsbedingt durchschnittlich 11,5 Tage.

Atemwegserkrankungen verursachten in NRW neun Prozent weniger Fehltage als im Bund. Auffällig sei die Entwicklung der psychischen Krankheiten. Sie legten 2008 im Vergleich zum Vorjahr um gut sechs Prozent zu.

Ihr Anteil am Krankenstand beträgt in NRW 11,8 Prozent (Bund 10,6 Prozent). Mehr als jeder zehnte krankheitsbedingte Fehltag wird durch sie mittlerweile verursacht. „In der modernen Arbeitswelt ist insbesondere chronischer Stress ein ernsthafter Risikofaktor für psychische Krankheiten”, betonte Veen.