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Köln: Kongress: Behandlung bei Schock verbessern

Köln : Kongress: Behandlung bei Schock verbessern

Experten aus aller Welt haben mehr Anstrengungen im Kampf gegen lebensbedrohliche Schock-Reaktionen gefordert. Obwohl die Todesrate im Zusammenhang mit Schock steige und jährlich von Millionen Todesopfern weltweit auszugehen sei, gebe es bei Diagnose und Therapie noch erheblichen Verbesserungsbedarf.

„Schock ist eine der herausforderndsten und schwierigsten medizinischen Probleme unserer Zeit”, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten „Kölner Schock-Deklaration” zum Abschluss eines internationalen Kongresses mit 700 Teilnehmern in der Domstadt.

Ursachen sind etwa starke Blutungen und Blutgerinnungsstörungen, die zu Organversagen und Kreislaufzusammenbrüchen führen. Unfälle, aber auch schwere Infektionen sowie Herzfehler können Gründe sein.

„Schock ist ein Hauptgrund für das Organversagen und eine weltweit führende Todesursache”, betonen die Experten in ihrer Erklärung. „Nur ein schnelles und entschiedenes Handeln durch alle an der Patientenversorgung Beteiligten kann das Leben der Patienten im Schock retten.”

Die ersten Stadien des Schocks seien aber oft nur schwer erkennbar. Verspätete oder falsche Diagnosen seien fatal und könnten den Tod des Patienten bedeuten. Dem Kongresspräsidenten Prof. Edmund Neugebauer zufolge liegen die Sterblichkeitszahlen beim Schock so hoch wie beim Krebs.

Die Wissenschaftler etwa aus den USA, Japan, China und fast allen europäischen Ländern forderten Politik und Gesundheitsträger zu mehr Unterstützung bei dem Ziel auf, die Sterblichkeit binnen fünf Jahren um 25 Prozent zu senken.

Notwendig seien Behandlungsempfehlungen und Leitlinien auch zu Diagnose und Prävention sowie weltweite Pflegestandards und umfassende Ausbildungsprogramme von Medizinern. Forschungsvorhaben, experimentelle und klinischen Studien müssten im Interesse der Patienten stärker finanziell unterstützt werden.