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Marburg: Knochenschwund kann an erhöhtem Homocystein-Spiegel liegen

Marburg : Knochenschwund kann an erhöhtem Homocystein-Spiegel liegen

Schon bei einem leicht erhöhten Anteil des Zellgifts Homocystein im Blut steigt Forschern zufolge die Häufigkeit von Knochenbrüchen.

Deshalb sollte jeder Mensch spätestens vom 50. Lebensjahr an etwa alle zwei Jahre die Höhe seines Homocystein-Spiegels bestimmen lassen, rät das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg. Die Kosten für die Untersuchung beim Hausarzt müssten die Patienten allerdings selbst tragen. Studien hätten ergeben, dass Homocystein die Knochenstabilität verringert. Zu viel des Zellgiftes führe schließlich zu Knochenschwund, auch Osteoporose genannt. Häufige Brüche seien die Folge.

Homocystein entsteht den Angaben zufolge beim Abbau von Eiweißen als giftiges Zwischenprodukt. Es zirkuliert im Blut. Der Körper benötigt die Vitamine Folsäure, B6 und B12, um es unschädlich zu machen. Diese müssen ausreichend mit der Nahrung zugeführt werden: Grünes Blattgemüse zum Beispiel enthält besonders viel Folsäure.

Vor allem Frauen leiden an Osteoporose. In Deutschland ist ein Drittel aller Frauen im Alter über 60 Jahren betroffen - und die Hälfte der Über-70-Jährigen. Laut DGK hat Knochenschwund mit jährlich etwa 2,5 bis 3 Milliarden Euro an Krankheitskosten auch ein großes volkswirtschaftliches Gewicht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe Osteoporose deshalb auf die Liste der zehn wichtigsten Erkrankungen gesetzt.