Mainz: Kinderkrebsregister wird mit Daten von Jugendlichen ausgebaut

Mainz: Kinderkrebsregister wird mit Daten von Jugendlichen ausgebaut

Das Deutsche Kinderkrebsregister (DKKR) wird ausgebaut. Ab 2010 würden auch Daten von Krebspatienten erfasst, die älter als 15 Jahre sind, teilte die Universitätsmedizin in Mainz am Montag mit.

Das hätten die Gesundheitsminister der Länder beschlossen. Bisher werden nur Daten von Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre erfasst. Erwachsene Krebspatienten werden in den Krebsregistern der Länder registriert.

Der Leiter des DKKR, Peter Kaatsch, sagte, Kinderkrebsärzte hätten die Schließung dieser Lücke schon seit langem gefordert, „unter anderem, weil es aus klinischer Sicht nicht relevant ist, ob ein Patient vor oder nach seinem 15. Geburtstag diagnostiziert wurde.”

Mit dem Ausbau des Systems werde die systematische Langzeitbeobachtung der 33.000 überlebenden ehemaligen Krebspatienten bundesweit ermöglicht, teilte die Universitätsmedizin weiter mit.

Im DKKR werden seit 1980 - aus den neuen Ländern seit 1991 - alle Krebserkrankungen registriert, die bei unter 15-Jährigen auftreten und für deren Speicherung die Eltern ihre Zustimmung gegeben haben. Die gesammelten Daten - bisher sind mehr als 44.000 Fälle registriert - werden zur Ursachenforschung und für Studien zur Therapieverbesserung verwendet.

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