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Frankfurt/Main: Kartoffel-Fertigprodukte enthalten oft schädliche Fettsäuren

Frankfurt/Main : Kartoffel-Fertigprodukte enthalten oft schädliche Fettsäuren

Selbst hergestellte Röstis und Kartoffelecken sind laut Experten oft besser als Fertigprodukte. Der Grund sind schädliche Fettsäuren in zahlreichen Kartoffelprodukten.

Das berichtet die in Frankfurt erscheinende Zeitschrift „Öko-Test”. Die Redaktion hatte 26 Tiefkühl-Kartoffelprodukte untersuchen lassen. In 16 davon war die Fettzusammensetzung demnach ungünstig.

Ein mehrfach vorkommender Schadstoff sei das neu entdeckte 3-MCPD, das während der Raffinierung von Pflanzenfetten und -ölen entstehe und Krebs erregen könne. Diejenigen Kartoffelprodukte, die während ihrer Herstellung mit dem billigen Frittierfett Palmöl behandelt worden waren, wiesen einen besonders hohen Gehalt an 3-MCPD auf.

Die Konzentration von Acrylamid, das bei der Erhitzung von Kartoffelprodukten entstehen kann, sei dagegen in sämtlichen untersuchten Produkten vergleichsweise niedrig. Um die Menge dieses Schadstoffes möglichst gering zu halten, rät die Zeitschrift dazu, Röstis, Puffer und andere Kartoffelprodukte bei maximal 180 Grad im Umluftbackofen und höchstens 200 Grad bei Ober- und Unterhitze zuzubereiten. Eine Fritteuse dürfe nur auf bis zu 170 Grad eingestellt werden.