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Arnsberg: Karneval: Gehörschäden durch laute Spielzeug-Pistolen

Arnsberg : Karneval: Gehörschäden durch laute Spielzeug-Pistolen

Karnevals-Cowboys drohen nach einer Untersuchung der Bezirksregierung Arnsberg Gehörschäden durch zu laute Spielzeug-Pistolen. Das ist das Ergebnis einer Stichprobe von Arbeitsschützern.

„Wir haben ein Dutzend Pistolen untersucht”, sagte Arbeitsschützer Detlef Seidel am Freitag in Arnsberg. Bei den Versuchen lagen alle Pistolen der Stichprobe über dem zulässigen Höchstwert von 125 Dezibel. Seidel warnt, dass es vor allem bei Unterschreitung der auf den Packungen angegebenen Sicherheitsabstände zu Hörschäden kommen kann.

„Wir lassen unsere Ergebnisse nun noch von der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz in Dortmund überprüfen, da dort unter Labor-Bedingungen getestet werden kann”, sagte Seidel. Sollten sich die Ergebnisse bestätigen, habe man auch eine rechtliche Handhabe gegen die Hersteller.

Die Arnsberger Arbeitsschützer hatten ein Dutzend Spielzeugwaffen gekauft. Die Lautstärke der Pistolen wurden dann mit Stativ und Mikrofonen überprüft. Dabei brachten es die Waffen auf bis zu 136 Dezibel. „Drei Dezibel sind aber schon eine Verdoppelung des Schalldrucks”, warnt Seidel. „Am besten wäre es, wenn man die Pistolen ohne Munition benutzt”, sagte er.

In der Realität sehe es aber anders aus, sagte der Arbeitsschützer. Beim Einkauf der Pistolen hätten mehrere Verkäufer berichtet, dass sich Eltern beschwert hätten, dass die Pistolen zu leise seien. Wichtig sei auf jeden Fall, dass Eltern ihre Kinder warnen, nicht in Ohrnähe abzudrücken. „Dann steigt die Gefahr von Schädigungen deutlich an.”