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München: Kampfer hilft gegen niedrigen Blutdruck

München : Kampfer hilft gegen niedrigen Blutdruck

Das altbewährte Hausmittel Kampfer hilft gegen chronisch niedrigen Blutdruck (Hypotonie).

Wie Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München in einer Studie mit Betroffenen nachwiesen, erhöht der Wirkstoff aus der Rinde des aus China stammenden Kampferbaumes den Blutdruck innerhalb weniger Minuten. Zeitgleich verbesserten sich bei Probanden Konzentrationsfähigkeit, Hand-Auge-Koordination sowie das Kurzzeitgedächtnis. Die Forscher vermuten daher, dass ein niedriger Blutdruck zu einer verminderten Durchblutung des Gehirns führt, wie die Hochschule mitteilt.

Anders als Bluthochdruck (Hypertonie), der die Gefäße massiv schädigt, geht von Hypotonie keine Gesundheitsgefährdung aus. Dennoch leiden die Betroffenen, den Angaben zufolge mehrere Millionen Menschen in Deutschland, oft unter Müdigkeit, Schwindel, Antriebsschwäche und einer reduzierten mentalen Leistungsfähigkeit. In der Studie erhielten hypotone Probanden entweder ein Placebo, also eine wirkungslose Substanz, oder ein kampferhaltiges Herz-Kreislauf-Präparat. Die mentalen Leistungen wurden vor und nach der Einnahme gemessen.

Auffallend war den Forschern zufolge, dass die Wirkung bereits nach ein bis zwei Minuten auftrat. Zudem zeigte sich mit der Verabreichung des pflanzlichen Kampferpräparates eine deutliche Verbesserung der Aufmerksamkeit, der Konzentrationsfähigkeit, der Hand-Auge-Koordination und des Kurzzeitgedächtnisses.

Diese Effekte wurden stärker, je höher der Blutdruck stieg. Damit sei die seit Jahrtausenden bekannte belebende Wirkung des Kampfers erstmals mit quantitativen physiologischen und psychologischen Messmethoden bestätigt, unterstreichen die Wissenschaftler.