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Münster: Jeder zweite Mann an Rhein und Ruhr bekommt Krebs

Münster : Jeder zweite Mann an Rhein und Ruhr bekommt Krebs

Jeder zweite Mann und jede dritte Frau in Nordrhein-Westfalen erkranken mindestens einmal im Leben an Krebs.

Das berichtet das NRW-Krebsregister aus Münster in einem Report mit erstmals veröffentlichten Zahlen aus dem Jahr 2007. Demnach stellten Ärzte landesweit etwa 97.500 Mal im Jahr die schreckliche Diagnose. 48.000 Menschen starben 2007 in NRW an Krebs - das entspricht jedem vierten Todesfall.

Die meisten waren laut den Forschern an Lungen- und an Darmkrebs erkrankt. Bei Männern sei zudem der Prostatakrebs verbreitet, bei Frauen sei Brustkrebs eine der häufigsten Krebsarten.

„Das Krebsrisiko steigt mit zunehmendem Alter”, sagte Ulrich Batzler vom Krebsregister. Besonders betroffen seien die 40- bis 44- Jährigen.

Weitere Erkenntnisse der Forscher: Die meisten Krebstoten gab es in Köln - dort starben 2007 etwa 2560 Männer und Frauen an der Krankheit. Häufigste Ursache war Lungenkrebs: Bei den Erkrankten in Köln waren mehr als 30 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen an dieser Krebsart gestorben.

Auch in Recklinghausen, Essen, Dortmund und im Rhein-Sieg-Kreis gab es überdurchschnittlich viele Krebstote. Kreise mit den geringsten Todesfällen waren Remscheid, Olpe, Höxter und Bottrop.

Das epidemiologische Krebsregister NRW in Münster erfasst seit seinem Arbeitsbeginn im Juli 2005 Anzahl, Art und regionale Verteilung der einzelnen Krebserkrankungen in der Bevölkerung Nordrhein-Westfalens. Während zunächst vor allem Daten aus dem Raum Westfalen-Lippe erfasst wurden, veröffentlichte die Einrichtung jetzt erstmals Zahlen aus ganz NRW. Die Dortmunder „Ruhr Nachrichten” berichteten am Donnerstag über die Ergebnisse.