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München: Impfung zu spät aufgefrischt: Neue Grundimmunisierung nicht nötig

München : Impfung zu spät aufgefrischt: Neue Grundimmunisierung nicht nötig

Impfungen wie Tetanus, Diphtherie oder Keuchhusten sollten rund alle zehn Jahre erneuert werden. Wenn dieser Zeitraum weit überschritten ist, muss man nicht zwingend eine neue Grundimmunisierung vornehmen, erklärt Prof. Thomas Löscher vom Berufsverband Deutscher Internisten (BDI).

„Das ist nicht jedem Arzt bewusst.” In der Regel reicht eine einmalige Auffrischung, um den Impfschutz sicherzustellen.

Auf Nummer sicher gehen Ärzte aber bei Menschen mit schwachen Immunsystem, etwa bei Leukämie- oder Transplantations-Patienten oder fortgeschrittener HIV-Infektion. „Hier wird einige Wochen nach der Impfung der Antikörperspiegel im Blut getestet”, erläutert Löscher, der in der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München tätig ist.

Im Zweifel mache man eine neue Grundimmunisierung.

(dpa)