1. Leben
  2. Gesundheit

Berlin: Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs nicht aufschieben

Berlin : Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs nicht aufschieben

Experten warnen Mädchen und ihre Eltern davor, die Schutzimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs zu lange aufzuschieben. Sowohl Eltern als auch Ärzte würden bei jüngeren Mädchen oft noch nicht die Notwendigkeit sehen, sagt Prof. Matthias Beckmann von der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft in Berlin.

Daher werde die Impfung gegen die krebsauslösenden Humanen Papillomviren (HPV) auf ein höheres Alter verschoben. Das zeige die aktuelle Verteilung der Impfraten: Demnach liegt sie bei den 12- bis 14-Jährigen bei 39 Prozent, bei den 15- bis 17-Jährigen bei 59 Prozent.

Die Impfung sollte vor dem ersten Geschlechtsverkehr erfolgen. Daher rät Beckmann Eltern, Mädchen bei einem Gespräch über Verhütung beim Frauenarzt darauf anzusprechen. Insgesamt wertet die Krebsgesellschaft die Umsetzung der HPV-Impfung angesichts der Impfraten als erfolgreich. Allerdings müsse die Zahl der nicht- geschützten Mädchen weiter reduziert werden.