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Hygiene im Alltag: So entfernen Sie Viren und Bakterien

Hygiene im Alltag : So entfernen Sie Viren und Bakterien

Im Alltag versuchen wir, uns so gut es geht vor Bakterien und Krankheitserregern zu schützen. Vielen Krankheiten, Entzündungen und Schmerzen kann man durch konkrete Sicherheitsvorkehrungen aus dem Weg gehen oder die Ansteckungsfahr zumindest verringern.

Das Robert-Koch-Institut hat einige Hygieneempfehlungen herausgegeben, mit denen jeder seinen Teil dazu beitragen kann, Krankheitserreger nicht weiter zu verbreiten.

Hygiene im Kontakt mit Mitmenschen

Im Gegensatz zu einigen anderen Kulturen, in denen es relativ geläufig ist, sich zur Begrüßung zu küssen und umarmen, sind die Deutschen diesbezüglich eher verhalten. Ein kühler deutscher Handschlag erscheint auf den ersten Blick distanzierter und auch weniger riskant in Bezug auf die Bakterien-Übertragung. Tatsächlich berühren die Hände aber oft kontaminierte Oberflächen oder Gegenstände, beispielsweise auf der Toilette. Krankheitserreger sammeln sich mit der Zeit auf der Hautoberfläche und können beim Kontakt mit anderen Menschen an diese weitergegeben werden.

Umso wichtiger ist es daher, sich regelmäßig und gründlich mit Seife und warmem Wasser die Hände zu waschen. Für den Fall, dass kein Waschbecken oder Badezimmer vor Ort ist, ist es ratsam, ein Desinfektionsmittel bei sich zu tragen. Viele Viren und Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Das bedeutet, dass die Krankheitserreger beim Niesen oder Husten in Sekrettröpfchen in der Luft verbleiben und von Umstehen aufgenommen werden können.

Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, nicht in den Raum oder in die Hand, sondern stattdessen in die Armbeuge zu husten oder zu niesen. Auch das Tragen einer Maske verhindert, dass sich Tröpfchen ungehindert in der Luft verbreiten.

Hygiene im Haushalt

Wer Oberflächen, Böden und Textilien regelmäßig reinigt, verhindert die Verbreitung von Keimen im eigenen Haushalt. Insbesondere in feuchten Räumen wie Küche und Bad finden diese einen Nährboden. Auch Schubladengriffe, Lichtschalter und Türklinken sollten regelmäßig gesäubert werden. Jedes Haushaltsmitglied fasst vermutlich mehrmals täglich dort hin und hinterlässt Bakterien auf den Oberflächen.

Nicht zu vergessen sind Textilien wie Handtücher, Lappen und Bettwäsche. Mit den passenden Produkten lassen sich Stoffe in der Waschmaschine hygienisch reinigen. Bei einer Temperatur ab 60 Grad sterben Keime auf Textilien ab und stellen keine Gefahr mehr dar.

Hygiene beim Kochen

Wer in der Küche nicht genügend auf Hygiene achtet, läuft schnell Gefahr sich eine Lebensmittelvergiftung einzufangen. Dies gilt insbesondere im Umgang mit rohen Eiern oder Fleisch. Wird Fleisch durchgebraten, tötet das die Keime ab, sodass es gefahrlos verzehrt werden kann. Die Gegenstände, mit denen es davor in Kontakt geraten ist, können jedoch kontaminiert sein - beispielsweise Schneidbretter, auf denen man danach einen Rohkostsalat zubereitet.

Generell sollte man daher unterschiedliche Bretter für Fleisch und andere Lebensmittel verwenden und zudem die Arbeitsfläche regelmäßig mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Auch mit Salmonellen ist nicht zu spaßen. Sie gelangen über den Hühnerkot auf die Schale von Eiern und manchmal sogar ins Innere des Eis.

Wer Infektionen vermeiden will, verwendet nur frische Eier, die wenn möglich zusätzlich angekocht werden. Die sogenannte „Fünf-Sekunden-Regel“, nach der man heruntergefallene Lebensmittel innerhalb von fünf Sekunden gefahrlos noch essen kann, ist übrigens ein Mythos. Stattdessen hängt es von der Konsistenz der Speisen ab, wie lange es dauert, bis Mikroben diese bevölkern.

Übertriebene Hygiene nicht notwendig

Zusammenfassend ist es der Gesundheit äußerst zuträglich, auf Sauberkeit und Hygiene im Alltag zu achten. Oberflächen sollten regelmäßig gesäubert, Handtücher und Spülschwämme ausgetauscht und verdorbene Lebensmittel vermieden werden.

Auch im zwischenmenschlichen Kontakt kann man die Übertragungsgefahr verringern. Übertriebene Hygiene muss dabei jedoch nicht sein. Ein klinisch reiner Haushalt schwächt eher das Immunsystem und kann die Entstehung von Allergien begünstigen.

(vo)