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Düsseldorf: Hohes Infektionsrisiko nach Zeckenbiss im Ausland

Düsseldorf : Hohes Infektionsrisiko nach Zeckenbiss im Ausland

Sommerzeit ist Zeckenzeit. Die kleinen Insekten können gefährliche Infektionskrankheiten wie Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen.

Gerade FSME hat sich in den vergangenen Jahren stark in Europa ausgebreitet. „Im Baltikum haben sich die Fälle zuletzt verzwanzigfacht”, sagt Tomas Jelinek vom Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf. Auch in Russland, Österreich und im südlichen Skandinavien sei die Gefahr groß, durch einen Zeckenstich an FSME zu erkranken.

Der Reisemediziner rät Urlaubern, sich vor einer Reise in diese Länder gegen das Virus impfen zu lassen. Denn im Falle einer Infektion drohen schwere Entzündungen der Hirnhaut, des Gehirns oder des Rückenmarks.

Gegen Borreliose gibt es keinen Impfstoff, eine Infektion mit dem Erreger lässt sich mit Antibiotika behandeln. Wer im Ausland von einer Zecke gebissen wird, muss nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Allerdings sollte man das Tier möglichst umgehend aus der Haut entfernen. „Je länger die Zecke saugt, desto mehr Schaden kann sie anrichten”, erläutert Jelinek.

Mit einer Pinzette packt man die Zecke am Kopf und zieht sie mit einer leichten Drehbewegung - entgegen dem Uhrzeigersinn - aus der Haut. „Danach sollte man die Stichstelle einige Tage beobachten”, rät der Mediziner. Wer eine ungewöhnliche Rötung auf seiner Haut bemerkt oder sich unwohl fühlt, sollte sich ärztlich untersuchen lassen.