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Rödermark: Heizungsluft schadet der Haut

Rödermark : Heizungsluft schadet der Haut

An kalten Wintertagen läuft die Heizung in vielen Haushalten auf Dauerbetrieb. Doch die mollige Wärme hat auch ihre Nachteile.

„Trockene Heizungsluft entzieht der Haut Flüssigkeit und macht sie angreifbar für Viren und Bakterien”, sagt Erik Senger, Hautarzt in Rödermark und Mitglied des Berufsverbands der Deutschen Dermatologen. Warnzeichen sind gerötete oder juckende Körperpartien. Darüber hinaus können die Schleimhäute in der Nase austrocknen, dadurch wird man anfälliger für Erkältungskrankheiten und Virusinfektionen.

Senger zufolge ist die Haut im Winter grundsätzlich empfindlicher als im Sommer. Denn bei niedrigen Temperaturen ab etwa sieben Grad Celsius und darunter lässt die Produktion in den Talgdrüsen um bis zu 50 Prozent nach. „Talg ist ein wichtiger Schutzfaktor für die Haut, er sorgt dafür, dass die Haut geschmeidig ist”, erläutert der Mediziner. Ein leichter Schimmer auf der Haut zeigt diesen Wasser-Fettfilm an. Im Winter fehlt der schimmernde Schutzfilm - die Haut ist angreifbarer für Viren und Bakterien.

Heizungsluft verstärkt diesen Effekt, indem sie der Haut zusätzlich Feuchtigkeit entzieht. Sie wird dadurch trocken und spröde. „Daher sollte man im Winter zu Hause regelmäßig lüften”, rät Senger. Das bringt frische und feuchtere Luft ins Haus. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Luftbefeuchter aufzustellen.

Diese beziehungsweise deren Filter sollten allerdings regelmäßig gesäubert werden, andernfalls werden die Geräte zu Keimschleudern. Als Alternative zu Raumbefeuchtern kann man auch eine Schale Wasser auf den Heizkörper stellen auf diese Weise Wasser verdunsten lassen.

Draußen schützt man die Haut am besten durch warme Kleidung vor dem Austrocknen. „Frei liegende Stellen wie Gesicht und Hände oder andere empfindliche Körperstellen kann man gut mit rückfettenden und feuchtigkeitspendenden Cremes schützen”, sagt Senger. Apotheken geben Pflegeempfehlungen. Wer seine Hautprobleme nicht in den Griff bekommt, sollte einen Dermatologen aufsuchen. Der kann feststellen, ob die Hautirritationen krankhaft sind.