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Hamburg: Hautkrebs-Screening erfolgreich angelaufen

Hamburg : Hautkrebs-Screening erfolgreich angelaufen

Die seit Anfang Juli angebotene kostenlose Hautkrebs-Untersuchung für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren findet bundesweit Zuspruch. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention und der Deutschen Krebshilfe bieten 100 Tage nach Start fast alle der über 3000 Dermatologen die standardisierten Screenings an.

Auch rund die Hälfte der insgesamt 58.000 Hausärzte habe sich für die Hautkrebs-Untersuchungen qualifiziert. Die Kosten für die Untersuchungen tragen die gesetzlichen Krankenkassen.

Derzeit liegen noch keine Zahlen vor, wie viele Versicherte die Vorsorgeuntersuchung bereits wahrgenommen haben. Eva Kalheim von der Deutschen Krebshilfe sagte, „erste Zahlen werden uns erst Ende des Jahres, nach Abrechung des dritten Quartals, vorliegen. Aber wir können schon jetzt sagen, dass das Hautkrebs-Screening sehr gut angenommen wird”.

Zu den qualitätsgesicherten Standards der Hautkrebs-Früherkennung gehört eine Anamnese, bei der der Arzt eventuelle Vorerkrankungen erfragt und mögliche Risikofaktoren ermittelt. Anschließend untersucht er die gesamte Hautoberfläche des Patienten und informiert über Maßnahmen zum Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung. Die kostenlose Untersuchung wird ohne optische Hilfsmittel, wie etwa ein Dermatoskop, durchgeführt.

Solche zusätzlichen Leistungen sind kostenpflichtig. Eckhard Breitbart, Zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention, betonte: „Die Untersuchung erfolgt mit bloßem Auge, optische Hilfsmittel sind nicht erforderlich.” Ein verdächtiger Befund könne ohnehin nur mit Hilfe einer Biopsie abgeklärt werden. In Deutschland haben rund 45 Millionen gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf die Vorsorgeuntersuchung.