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Lüdenscheid: Haut vor dem Auszupfen der Haare mit Spezialcreme betäuben

Lüdenscheid : Haut vor dem Auszupfen der Haare mit Spezialcreme betäuben

Im Sommer legen viele Leute Wert auf Haarlosigkeit. Wen Härchen an den Beinen, unter den Achseln und in der Bikinizone stören, dem steht eine Fülle an verschiedenen Enthaarungsmethoden zur Auswahl.

Will man die Haare nur für eine gewisse Zeit loswerden, kann man sich zu Hause an deren Entfernung machen. „Sehr effektiv ist die Epilation. Dabei werden die Haare mitsamt Wurzel ausgezupft und wachsen nach einigen Tagen wieder nach”, erklärt Andreas Jesper vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD).

Epiliert wird beispielsweise mit Wachs, mit der Fadentechnik, mit einer Pinzette oder mit einem elektrischen Epiliergerät. Wer sehr schmerzempfindlich ist, kann die zu bearbeitende Hautpartie durch eine anästhesierende Creme aus der Apotheke betäuben. „Die Theorie, dass die Schmerzempfindlichkeit bei regelmäßiger Epilation zurückgeht, ist allerdings nicht zutreffend”, sagt Jesper.

Wer trotzdem Angst vor der Zupferei hat, dem stehen auch noch sanftere Methoden zur Verfügung: „Eine Enthaarungscreme, die man einige Zeit auf die Haare einwirken lässt, zerstört die Keratinstruktur im Haar und lässt es abfallen”, erklärt der Dermatologe. Genauso wie die einfache Nass- oder Elektrorasur ist bei dieser Methode jedoch schnell mit einem Nachwachsen von Stoppeln zu rechnen.

Von Spezialcremes aus der Apotheke, die mit dem Wirkstoff Eflornithin das Haarwachstum verringern sollen, rät der Hautspezialist ab. „Diese Cremes blockieren das Enzym, das normalerweise das Wachstum in Gang setzt”, erklärt Jesper. Der Wirkstoff stehe allerdings im Verdacht, bei langfristiger Anwendung zu einer Verdünnung der Hautschicht zu führen. „Außerdem reagieren manche Leute mit einer Art Akne auf die Creme”, warnt Jesper.