Kassel: Gut trainierte Muskeln schützen vor Rückenschmerzen

Kassel: Gut trainierte Muskeln schützen vor Rückenschmerzen

Rückenprobleme sind bei Beschäftigten im Gartenbau der häufigste Grund für eine Krankschreibung.

Oft zwingen sie die Betroffenen sogar zur Aufgabe ihres Berufes. Allerdings muss körperlich belastende Arbeit nicht zwangsläufig dem Rücken schaden. Eine richtige Hebe- und Tragetechnik schont die Wirbelsäule. Nach Angaben der Gartenbau Berufsgenossenschaft in Kassel ist außerdem wichtig, dass die Muskeln - insbesondere die tiefer gelegenen, die sich an der Wirbelsäule entlangziehen - trainiert sind.

Die meisten Beschwerden haben den Angaben zufolge ihre Ursache in einer nicht genügend trainierten Rücken-, Bauch- und Beinmuskulatur, oder sie haben keine körperlichen, sondern psycho-soziale Gründe. Nur in etwa fünf Prozent der Fälle seien die Bandscheiben die Ursache der Schmerzen. Die psychische Komponente dürfe nicht unterschätzt werden: Existenzängste, mangelnde Anerkennung, Überforderung oder Konflikte am Arbeitsplatz seien häufiger ein Auslöser von Rückenschmerzen als Heben und Tragen von schwereren Lasten oder langes Stehen, berichtet die von der Berufsgenossenschaft herausgegebene Zeitschrift „LSV kompakt”.

Hilfreich sei regelmäßige Bewegung. Vor allem Radfahren, Joggen, Rückenschwimmen und Walken seien Sportarten, die Rückenschmerzen vorbeugen. Ein gezieltes Training dehnt dem Magazin zufolge außerdem die zu Verspannung neigende Muskulatur auf und kräftigt die Muskelgruppen, die für den Rücken wichtig sind. Rückenschulkurse werden von vielen Krankenkassen auch finanziell unterstützt.

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