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Münster: Grippe und Lungenentzündung: Im Herbst impfen lassen

Münster : Grippe und Lungenentzündung: Im Herbst impfen lassen

Herbstzeit ist Impfzeit: Über die Atemwege gelangen in dieser Jahreszeit besonders viele Erreger in den Körper. Die Grippeimpfung wehre dabei nicht nur Influenza-Viren ab, sie könne auch vor einer bakteriellen Nasennebenhöhlen- und Mittelohrentzündungen schützen, erläutert Matthias Lohaus vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Neumünster.

Denn die Influenzaviren schwächen die Schleimhäute der Atemwege und machen sie zu einem idealen Angriffspunkt für die Bakterien. Die Grippeimpfung verringere diese Gefahr. Sind die Schleimhäute beeinträchtigt, können Lohaus zufolge Bakterien in den Nasen-Rachen-Raum gelangen und zu einer Nasennebenhöhlenentzündung führen. Außerdem können sie eine eitrige Entzündung im Mittelohr auslösen.

Nicht nur gegen Grippe, auch gegen Lungenentzündung gibt es eine Impfung. Ältere ab 60 Jahren oder chronisch Lungenkranke sollten sich noch im Herbst gegen Pneumokokken, den häufigsten Erreger, impfen lassen, rät die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Werne. Pneumokokken sind Bakterien, die sich bei vielen Menschen im Nasen-Rachen-Raum ansiedeln. Ist die Immunabwehr des Patienten geschwächt, könne die Infektion mit dem Erreger zu einer besonders schweren Lungenentzündung führen.

Während die Grippe-Impfung nur ein Jahr hält, schützt eine Pneumokokken-Impfung den Medizinern zufolge mindestens fünf Jahre. Der Arzt könne beide Impfungen auf einmal geben. Patienten lassen sich am besten vor der Grippewelle im Herbst impfen. Aber auch spätere Termine seien möglich.