1. Leben
  2. Gesundheit

Hamburg: Geburt von Sechslingen: Seltenes Ereignis mit hohem Risiko

Hamburg : Geburt von Sechslingen: Seltenes Ereignis mit hohem Risiko

Mehrlings-Babys sind meist Frühgeburten, die durch einen Kaiserschnitt zur Welt kommen. Die winzigen Babys bedürfen einer besonderen ärztlichen Betreuung. Die Überlebenschance der Kinder hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit sie im Mutterleib verbrachten.

Die letzte Geburt von Sechslingen liegt 20 Jahre zurück: Im Aachener Klinikum waren am 24. Juli 1988 vier Mädchen und zwei Jungen geboren worden. Eines der Kinder starb kurz darauf.

Eine Mehrlings-Schwangerschaft entsteht, wenn die Eierstöcke der Frau zwei oder mehr Eizellen gleichzeitig produzieren oder sich ein befruchtetes Ei in einem frühen Stadium teilt. Bei einer künstlichen Befruchtung werden gleich mehrere befruchtete Eizellen eingesetzt - in Deutschland maximal drei.

Die Zahl der Mehrlingsgeburten hat sich in den vergangenen 30 Jahren wegen des zunehmenden Einsatzes von Hormonen erhöht. Fünflinge und Sechslinge sind aber nach wie vor selten. Von 1950 bis 2006 gab es in Deutschland 33 Fünflings-Geburten, fünfmal erblickten gleich sechs Kinder das Licht der Welt. Die höchste Zahl bei einer Mehrlingsgeburt wurde 1971 aus Australien gemeldet: Dort kamen Neunlinge zur Welt, die jedoch alle nach wenigen Tagen starben.

In München waren im März 1986 drei Jungen und drei Mädchen auf die Welt gekommen. Die Mutter starb nach der Geburt, einer der Jungen vier Wochen später. Schon einmal, 1965, waren in einer Münchner Klinik Sechslinge geboren worden. Keines der Babys überlebte. Eine weitere Sechslingsgeburt gab es 1981 in Hildesheim. Drei der Kinder starben. In Hamburg wurde 1983 eine Krankenschwester nach einer Hormonbehandlung von Sechslingen entbunden - zwei Mädchen und vier Jungen. Hier starb einer der Jungen vier Tage nach der Entbindung.