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Funktionskleidung: Die ideale Sportkleidung für jedes Wetter

Funktionskleidung : Die ideale Sportkleidung für jedes Wetter

Zweifelsfrei haben sportliche Aktivitäten einige positive Effekte für die Gesundheit und die Stimmung wird durch die Ausschüttung von Glückshormonen verbessert. Doch kann ein stürmisches, regnerisches oder kaltes Wetter die Motivation für Outdoor-Aktivitäten deutlich reduzieren.

Ob nun Radfahren, Joggen oder Fußball, für die unterschiedlichen Sportarten stehen entsprechende Funktionskleidungsstücke zur Verfügung, die die sportlichen Ergebnisse verbessern können und von den Wetterverhältnissen unabhängig machen. Die eingesetzten Materialien haben individuelle Vor- und Nachteile, die bei einem Kauf berücksichtigt werden sollten, um die persönliche Idealausstattung erhalten zu können.

Die wichtigsten Funktionen von Sportbekleidung

Die besonderen Membranen von Funktionskleidung schützen, atmen und komprimieren. Durchaus kann ein ansprechendes Design bei der Kaufentscheidung ausschlaggebend sein, doch sollte zusätzlich auf Funktionen wie Wetterbeständigkeit geachtet werden. Ob nun beim Joggen mit Hund oder alleine, unter anderem atmungsaktive aber winddichte Laufjacken, Lauftights mit reflektierenden Flächen, Kompressionsunterwäsche sowie Shirts aus Hightechfasern helfen bei jedem Wetter perfekt gerüstet zu sein.

Die Funktionskleidung sollte je nach Einsatzbereich leicht, elastisch, UV-beständig, schmutzabweisend und thermoregulierend sein. Ein Kälteschutz ist wichtig, um das Auskühlen der Muskulatur zu verhindern und damit Verletzungen vorzubeugen. Die Eigenschaften der Funktionskleidung hängen maßgeblich von den eingesetzten Materialien ab.

Polyester: Der leichte Allrounder

Polyester ist bei äußerst vielen Sportkleidungsstücken mindestens anteilig anzutreffen. Dies ist mitunter dem geringen Gewicht und der schnellen Trocknungsfähigkeit geschuldet. Die synthetische Faser sorgt nach einer Veredelung für eine gute Wärmeisolierung und wird daher bei Winterjacken als Futterstoff eingesetzt. Diese Eigenschaft wird auch bei verschiedenen Hoodies genutzt, um eine Unterkühlung zu verhindern, die für die Gesundheit negative Folgen haben könnte.

Sportkleidungsstücke, wie Trainingsanzüge, Trainingshosen und Trikots, die einen höheren Polyesteranteil ausweisen, sind formbeständig, strapazierfähig und knitterfrei. Polyester ist atmungsaktiv und sorgt für eine angenehme Belüftung der Haut. Nur in seltenen Ausnahmefällen können durch eine grundsätzliche Unverträglichkeit Hautreizungen auftreten. 

Polyamid: Die scheuerbeständige Kunstfaser

Polyamid ist eine weitere häufig verwendete Kunstfaser, die oftmals als Nylon, Perlon oder Kevlar bezeichnet wird. Zu den Stärken des Materials zählen Reißfestigkeit, Elastizität und Scheuerbeständigkeit. Die Polyamidfaser wird bevorzugt mit anderen Stoffen kombiniert, um unterschiedliche Materialeigenschaften bei einem Kleidungsstück zu vereinen. Exemplarisch führt die Verbindung von Polyamid und Polyester oder Baumwolle zu einer Erhöhung des Tragekomforts.

Polyamid ist sehr leicht und besitzt im nassen sowie trockenen Zustand eine hohe Festigkeit. Im Vergleich zu Polyester ist eine bessere Dehnbarkeit festzustellen.

Als Nachteile sind eine geringere Wärmeisolation und eine verminderte Feuchtigkeitsaufnahme zu nennen. Die schlechte Lichtbeständigkeit von Polyamid kann zu einer Verfärbung der Sportbekleidung führen.

Merinowolle: Herausragende Wärmeregulationseigenschaften

Neben Baumwolle ist Merinowolle, gewonnen aus der Wolle des Merinoschafes, als Naturstoff zu nennen, der den synthetischen Stoffen durchaus das Wasser reichen kann. Die herausragenden Wärmeregulationseigenschaften sind insbesondere bei niedrigen Temperaturen wirkungsvoll.

Zudem besitzt der Naturstoff ein geringes Volumengewicht. Merinowolle lässt selbst nach mehrmaligem Tragen keine unangenehmen Gerüche feststellen. Als weitere Vorteile des Naturstoffs sind ein angenehmes Tragegefühl, eine schnelle Trocknung, ein optimaler Feuchtigkeitstransport und eine gute Hautverträglichkeit zu nennen.

Außerdem kratzt Funktionskleidung aus Merinowolle nicht auf der Haut. Die Sportbekleidung kühlt durch Verdunstungskälte bei warmen Temperaturen und hält dank des Naturstoffs einen natürlichen Lichtschutzfaktor von bis zu 50 inne.

(vo)