Wiesbaden: Frauenkondom als Alternative zum klassischen Präservativ

Wiesbaden: Frauenkondom als Alternative zum klassischen Präservativ

Die Liste der Verhütungsmittel ist lang, doch nur Kondome schützen vor einer Infektion mit HIV oder anderen sexuell übertragbaren Krankheiten. Leider stößt das Kondom auch heute noch vielerorts auf Ablehnung.

Sei es aus religiösen Gründen oder weil es, vor allem von Männern, schlicht als Lustbremse empfunden und daher nicht verwendet wird. Nicht nur, aber auch in diesem Zusammenhang gebe das sogenannte ”Kondom für die Frau„ den Frauen ein Stück Selbstbestimmung zurück, sagt Klaus Doubek vom Berufsverband der Frauenärzte.

Das Kondom für die Frau wurde Anfang der 90er Jahre entwickelt und besteht aus einem rund 18 Zentimeter langen Schlauch aus reißfestem Kunststoff, der an seinen beiden Enden mit je einem Ring versehen ist. „Die Frau führt das Präservativ in die Vagina ein, wobei der innere Ring vor dem Muttermund sitzen muss, während der äußere über den Schamlippen platziert wird”, erläutert Doubek. Einmal eingesetzt, sei das Kondom für die Frau kaum noch zu spüren und könne bis zu acht Stunden in der Vagina verbleiben.

„Studien haben gezeigt, dass viele Männer das Verhütungsmittel überhaupt nicht bemerken”, sagt der Wiesbadener Gynäkologe. Es sollte allerdings immer nur entweder ein normales Kondom oder ein Frauenkondom benutzt werden, da sich ersteres durch die Reibung mit dem Frauenkondom abrollen kann. Erhältlich ist das Kondom für die Frau auf Bestellung in Apotheken oder über den Versandhandel. Preislich liegt es bei etwa fünf Euro je Stück.