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Osnabrück: Foodwatch hat keine gesundheitlichen Bedenken gegen Klonfleisch

Osnabrück : Foodwatch hat keine gesundheitlichen Bedenken gegen Klonfleisch

Die Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch hält geklontes Fleisch für gesundheitlich prinzipiell unbedenklich.

Der „Neuen Osnabrücker Zeitung„ (Freitagausgabe) sagte der stellvertretende Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt: ”Da Klone einander möglichst ähnlich sein sollen, dürften Fleisch und Milch sich nicht von herkömmlichen Züchtungen unterscheiden.” Deshalb dürfte es in dieser Hinsicht „keine Bedenken geben, wenn Menschen Produkte von künstlich erzeugten Mehrlingen, die in Leihmüttern ausgetragen wurden, verzehren„.

Zugleich warnte der Veterinärmediziner aber vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen für Landwirte und Verbraucher. Bestimmte Klontechniken und -tiere seien patentierbar. Die Landwirte wären dann gezwungen, Lizenzgebühren zu zahlen um an die besten Tiere zu kommen und konkurrenzfähig zu bleiben. ”Da geht es ums Geschäft und nicht um Moral.”

Ethisch werde mit dem Verkauf von Klonfleisch allerdings kein neues Kapitel aufgeschlagen. „Schon heute haben Spitzenbullen hunderttausend Nachkommen. Natürliche Grenzen, von denen der Landwirtschaftsminister spricht, werden längst überschritten„, so Wolfschmidt.

Foodwatch forderte gleichwohl, Fleisch und andere Produkte geklonter Tiere dürften nur eindeutig gekennzeichnet in den Handel gelangen. ”Die Bürger haben das Recht, über eine umstrittene Technologie beim Einkauf informiert zu werden", sagte Wolfschmidt.