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Marburg: Folsäure beugt offenbar verschiedenen Krebsarten vor

Marburg : Folsäure beugt offenbar verschiedenen Krebsarten vor

Mit Folsäure - auch Vitamin B 9 genannt - lässt sich Forschern zufolge offenbar verschiedenen Krebsarten vorbeugen. Eine Studie mit rund 89.000 Frauen in den USA habe ergeben, dass eine mindestens 15-jährige Einnahme von täglich mehr als 400 Mikrogramm Folsäure das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um 75 Prozent senkt. Das teilt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) in Marburg mit.

Eine weitere Studie mit etwa 5600 Frauen zeigte demnach, dass eine tägliche Menge von mehr als 350 Mikrogramm das Risiko um 40 Prozent reduziert. Auch die Gefahr von Tumoren unter anderem in Lunge, Magen, Gebärmutterhals, Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse und weiblicher Brust sowie an der Haut lasse sich damit offenbar senken.

Der menschliche Körper benötigt Folsäure unter anderem, um Erbgut zu bilden und das Zellgift Homocystein abzubauen. Dieses ist für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich. Folsäure findet sich insbesondere in grünem Blattgemüse, Brokkoli, Hülsenfrüchten, Leber, Vollkornprodukten, Soja und Eigelb.

Allerdings werden beim Lagern und Zubereiten dieser Lebensmittel große Mengen des Vitamins zerstört, weil es laut DGK sehr licht-, sauerstoff- und hitzeempfindlich ist. Den täglichen Bedarf von 400 Mikrogramm zu decken, ist nicht immer leicht. Sinnvoll sei es daher, Folsäure bei Herz-Kreislauf-Problemen, Kinderwunsch und vorhandenen Risikofaktoren für Krebs gezielt in höheren Dosen zuzuführen.