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Vogt: Fieber hilft Kindern beim Gesundwerden

Vogt : Fieber hilft Kindern beim Gesundwerden

Das Gesicht ist blass, der Körper unglaublich heiß: „Fieber ist ein sehr beeindruckendes Symptom”, sagt Herbert Renz-Polster, Kinderarzt aus Vogt im Allgäu. Der Experte weiß von unzähligen Gesprächen mit betroffenen Eltern, wie sehr eine Fiebererkrankung ängstigen kann. „Viele Eltern machen den Fehler, das Fieber als die Erkrankung zu betrachten und geben Medikamente, um die Temperatur möglichst schnell wieder zu senken.”

Tatsächlich führen Zäpfchen und Fiebersaft zunächst zu einer Besserung beim Kind: „Fieber ist anstrengend für den Körper. Senkt man es, verschwindet diese Belastung”, erklärt der Experte. Was aber auch verschwindet, ist der heilende Nutzen des Fiebers: „Fieber ist eine ganz tolle körpereigene Kraft, die Kinder zwar ermüdet und phasenweise ganz jämmerlich erscheinen lässt, ihnen aber gleichzeitig hilft, schnell wieder gesund zu werden.”

Renz-Polster empfiehlt Eltern daher, das Fieberthermometer einfach beiseite zu legen und auf die Selbstheilungskräfte des Kindes zu vertrauen. „Schaukeln Sie Ihre Ängste nicht hoch, in dem Sie ständig nachmessen und kontrollieren.” Fiebernde Kinder verhalten Sie in der akuten Krankheitsphase wie Erwachsene in der Regel auch instinktiv richtig: „Lassen Sie Ihr Kind schlafen, wenn es schlafen will und bieten Sie ihm regelmäßig etwas zu trinken an.” Ein kleiner Wadenwickel könne helfen, wenn das Kind diesen als Linderung empfindet, sagt der Kinderarzt: „Ansonsten gelte es, einfach Ruhe zu bewahren.”

(dapd)