1. Leben
  2. Gesundheit

Dresden: Fälle von Harnblasenkrebs verdoppelt

Dresden : Fälle von Harnblasenkrebs verdoppelt

Die Zahl der Harnblasenkrebs-Erkrankung hat sich nach Expertenangaben in den vergangenen zwanzig Jahren verdoppelt. Durch vermehrtes Rauchen seien auch Frauen häufiger betroffen, sagte Prof. Jürgen Gschwend vom Klinikum Rechts der Isar in München am Mittwoch im Vorfeld einer dreitätigen Urologentagung in Dresden.

Die Forschung im Bereich des Harnblasenkrebses spiele angesichts von rund 28.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland jedoch noch eine untergeordnete Rolle. Es sei aber eine gemeinsame Blasentumor- Gewebebank in Vorbereitung, die 2010 von Wissenschaftlern und Ärzten genutzt werden könne.

Neuentwicklungen sollen bei der Behandlung des Nierenzellkarzinoms vorgestellt werden. Daran erkrankten allein seit 2000 rund 160.000 Deutsche - pro Jahr 10.000 Männer und 6000 Frauen, sagte Prof. Arnulf Stenzl von der Universität Tübingen.

20 Prozent der Patienten hätten zum Diagnosezeitpunkt bereits Metastasen, die anderen hätten durch Entfernung des Geschwürs gute Heilungschancen. Dank einer minimalinvasiver Methode könne bei einer Operation das Organ meist erhalten werden.

Zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) in Dresden sind nach Angaben von DGU-Präsident Professor Manfred Wirth gut 6000 Wissenschaftler und Ärzte aus aller Welt angereist.