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Berlin: Epileptischer Anfall ist oft lokal begrenzt

Berlin : Epileptischer Anfall ist oft lokal begrenzt

Ein epileptischer Anfall äußert sich eher selten in schweren Krampfzuständen, bei denen der ganze Körper zuckt. Häufig sind es weniger auffällige Symptome, die als Anzeichen für eine Epilepsie auftreten.

„Dazu gehören unklare Abwesenheitszustände sowie kurze Bewusstlosigkeit oder ein Gliederzucken, das sich nicht unterbrechen lässt”, sagt Christine Freitag von der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP).

Meist hat eine Epilepsie genetische Ursachen wie zum Beispiel Mutationen in bestimmten Genen oder eine angeborene Stoffwechselstörung. Es kann aber auch eine organische Erkrankung dahinter stecken. Eltern sollten daher mit ihrem Nachwuchs bei Verdacht auf Epilepsie frühzeitig einen Kinderpsychiater aufsuchen. „Treten unklare Abwesenheitszustände oder Gliederzucken häufiger auf, können die Eltern es zu Hause mit einer Videokamera aufnehmen und es dann dem Arzt in der Praxis zeigen”, sagt Freitag.

Die Therapiemöglichkeiten einer Epilepsie sind ihr zufolge im Allgemeinen sehr gut. Mit speziellen Medikamenten, sogenannten Antiepileptika, lasse sich das Leiden in der Regel gut in den Griff bekommen, ohne dass das Kind mit starken Einschränkungen in Schule oder Freizeit leben müsse.