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Köln: Entzündungshemmende Schmerzmittel können Regelbeschwerden lindern

Köln : Entzündungshemmende Schmerzmittel können Regelbeschwerden lindern

Entzündungs- und schmerzhemmende Wirkstoffe wie Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen können starke Beschwerden während der Regel lindern. Das geht aus einer Auswertung von 73 Studien hervor, auf die das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln hinweist. Dabei zeigte sich beispielsweise, dass sieben von zehn Frauen und Mädchen, die ein wirkstofffreies Scheinmedikament genommen hatten, wegen ihrer Menstruationsschmerzen nicht arbeiten oder zum Unterricht gehen könnten.

Von denjenigen, die den Wirkstoff Naproxen genommen hatten, waren nur drei von zehn außer Gefecht gesetzt. Das heißt also, dass sich vier von zehn Frauen mit wirksamem Medikament besser fühlten, erläutert das IQWiG auf seinem Portal Gesundheitsinformation.de. Manchmal könnten die Wirkstoffe der entzündungshemmenden Schmerzmittel aber Magenbeschwerden, Übelkeit oder Kopfschmerzen auslösen. An den Studien nahmen mehr als 5100 Mädchen und Frauen zwischen 12 und 47 Jahren teil.

Ursache für starke Beschwerden während der Regel ist dem IQWiG zufolge oft eine übermäßige Produktion des Botenstoffs Prostaglandin im Gewebe der Gebärmutter. Das verursacht schmerzhafte Krämpfe im Unterleib, die gelegentlich auch im Rücken oder den Oberschenkeln spürbar sind. Aber auch krankhafte Veränderungen im Gewebe können Ursache sein. Die genannten Wirkstoffe hemmen die Produktion von Prostaglandin.

(dpa)