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Empfindliche Haut im Herbst richtig schützen

Besondere Strapazen : Empfindliche Haut im Herbst richtig schützen

Wenn es draußen kühler und regnerischer wird, leiden bei vielen Menschen nicht nur die Stimmung und Unternehmungslust. Auch der Körper hat in den Herbstmonaten als Übergangszeit einiges zu leisten. Gerade die Haut leidet in vielen Fällen und wird durch Witterung und die erste Heizungsluft gereizt.

Trockene und gereizte Haut fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern kann auch langfristig zu Problemen führen.

Hautpflege - auch eine Frage der Jahreszeit

Viele Tipps rund um die Gesundheit unserer Zeitung befassen sich mit der Haut als größtes Organ des Menschen. Neben einem abgestimmten Sonnenschutz oder der Behandlung von Hautkrankheiten ist die richtige Hautpflege wichtig, selbst wenn keine Symptome vorliegen. Jeder Hauttyp ist auf eine abgestimmte Behandlung angewiesen, die sich im Lauf des Lebens und im Wechsel der Jahreszeiten verändert.

Ob normale oder empfindliche Haut, die Umstellung von der Sommerzeit auf die Herbst- und Wintermonate kann fast jeder spüren. Wenn die Haut an Feuchtigkeit verliert, die ihr beispielsweise durch die erste Heizungsluft entzogen wird, ist ein gespannter und gereizter Charakter keine Seltenheit. Leider verpassen viele Menschen den Moment, auf die zur Jahreszeit passende Hautpflege umzustellen und sich unangenehme Rötungen und Hautreizungen zu ersparen.

Wie es zu besonderen Strapazen im Herbst kommt

Als unsere äußere Schutzhülle hat die Haut in den Herbst- und Wintermonaten einiges auszuhalten. Wind und Regen, Kälte und Eis sorgen fast täglich für Strapazen, die unsere Haut und unser Wohlgefühl beeinflussen. Auch im Körper passieren einige Umstellungen im Stoffwechsel und auf hormoneller Ebene. Die wenigen Sonnenstunden spüren Millionen Menschen hierzulande nicht nur im Gemüt, auch die körpereigene Abwehr ist oft nicht so stark wie in der warmen Jahreszeit.

Natürlich sind Probleme mit trockener Haut nicht alleine ein Thema in der kühlen Übergangszeit. Auch im Sommer droht die Haut auszutrocknen und gereizt zu werden, beispielsweise wenn eine Feuchtigkeitsspende nach ausgedehnten Sonnenbädern fehlt. Die meisten Menschen denken jedoch an eine solche Behandlung nach dem Sonnenbad, verpassen jedoch die Umstellung ihrer Hautpflege im Herbst.

Um das Problem richtig anzugehen, ist eine kluge Behandlung der Haut von innen und außen ratsam. Die passende Creme als Hautpflege ist eine hervorragende Grundlage, jedoch sollte auch über die Lebensweise im Herbst und Winter nachgedacht werden. Dies führt zu Themen wie Stress, Ernährung und Bewegung, die alle direkt oder indirekt in den Zustand der Haut und anderer Organe einfließen.

Die richtige Hautpflege von außen auftragen

Die richtige Pflege für trockene Haut spendet Feuchtigkeit und wertvolle Nährstoffe, die durch Sonne und die tägliche Ernährung nicht zugeführt werden. Der Markt hält eine Fülle tauglicher Pflegeprodukte bereit, die immer häufiger zu 100 % natürlich oder sogar vegan sind. Von außen aufgetragen, gewinnen die obersten Hautschichten wieder ein geschmeidigeres Gefühl und können ihre Schutzfunktion besser erfüllen.

Die Zufuhr wertvoller Nährstoffe in Cremes dient vor allem dem Zellaufbau. Gerade bei trockener Haut ist ein Loslösen von Hautschuppen üblich, entzündete und gerötete Stellen sind Schwachpunkte in der körpereigenen Abwehr. Durch die Zufuhr der richtigen Nährstoffe kann sich die Haut schneller regenerieren und ist besser für die Strapazen des Winters gewappnet.

Das Konzept „viel hilft viel“ gilt bei der Hautpflege im Herbst auch nur eingeschränkt. Wer neben der Hautpflege eine intensive Hautreinigung mit Masken und Peelings betreibt, erzielt häufig den gegenteiligen Effekt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein rein natürliches Pflegeprodukt handelt. Peelings helfen zwar dabei, abgestorbene Hautzellen abzulösen, können jedoch auch den aufbauenden Effekt pflegender Produkte neutralisieren. Pflegeprodukte in Maßen aufgetragen, sorgt für das beste Ergebnis.

Eigene Pflege für verschiedene Körperpartien

Mit einer klugen, abgestimmten Pflege für trockene Haut wird die Hautpartie sich regenerieren. Die Gesichtshaut benötigt ab dem Herbst einen intensiveren Schutz, wobei Cremes nicht stark fetten und dem Gesicht einen unangenehmen Glanz verleihen sollen. Speziell in der Übergangszeit lohnt es, über die Kombination einer Tag- und Nachtcreme nachzudenken, was in den Sommermonaten seltener nötig ist.

Bei der Hautpflege sind außerdem verschiedene Hautbereiche den äußeren Strapazen unterschiedlich stark ausgesetzt. Die Haut von Gesicht, Hals und Händen trocknet schnell aus, da diese Wind und Wetter ungeschützt ohne zusätzliche Kleidungsschichten ausgesetzt ist. Rückfettende Produkte, die diesen Hautpartien Feuchtigkeit spenden, sind bei den meisten Hauttypen die richtige Wahl.

Von trockener Haut zu ernsthaften Hautproblemen

Kleine Probleme mit der Haut kennt jedermann. Rötungen, Entzündungen oder trockene Partien kommen und gehen mit der Zeit, oft abhängig vom Zustand des Immunsystems. Wird trockene Haut jedoch lange vernachlässigt und nicht als Problem erkannt, können sich langfristige und chronische Probleme einstellen.

Eine trockene und gereizte Haut fühlt sich unangenehm an und sieht wenig ästhetisch aus. Viel schlimmer ist, dass diese Hautbereiche nicht die natürliche Schutzfunktion aufrechterhalten können, für die das Organ Haut verantwortlich ist. Da dem Körper offensichtlich die richtigen Nährstoffe fehlen, um eine gesunde und geschmeidige Haut zu erhalten, kann dies auf zusätzliche Probleme mit dem Immunsystem hindeuten. Eine durchweg trockene Haut sollte deshalb von einem Hautarzt überprüft werden, um eventuell weitreichendere Probleme aufzudecken und fachkundig zu behandeln.

Trockene Haut - ein Symptom vieler Krankheiten

Heizungsluft und stürmisches Wetter reizen die Haut und können große Trockenheit provozieren. Trotzdem müssen diese Umstände nicht die Ursache sein, weshalb die Haut austrocknet und fortwährend trockene Stellen aufweist. Die Veränderung des Hautbildes ist eine Folge vieler Erkrankungen, die auf den ersten Blick nichts mit der Haut zu tun haben. Zu den wichtigsten Krankheiten gehören:

  • Anzeichen oder Folge einer Diabetes Typ II
  • Vorstufe einer Neurodermitis
  • Störungen der Schilddrüsenfunktion
  • Störungen von Immun- und Hormonsystem

Falls solche Beschwerden bislang noch nicht diagnostiziert wurden, kann eine durchweg trockene Haut ein Indiz für diese oder andere Erkrankungen sein. Wer selbst bei einer regelmäßigen und abgestimmten Hautpflege trockene Hautpartien nicht verhindern kann, sollte dies durch den behandelnden Arzt abklären lassen. Im Idealfall hilft die Früherkennung, die richtigen Maßnahmen einzuleiten und größere gesundheitliche Probleme zu verhindern.

Viel trinken, wenig duschen - das Thema Wasser

Auch ohne tiefe medizinische Kenntnisse leuchtet es ein, dass trockene Haut ein Anzeichen für fehlende Feuchtigkeit ist. Jede Hautzelle ist auf Wasser und Fette angewiesen, um ihre weiche und geschmeidige Struktur zu erhalten. Rückfettende Cremes und Lotions helfen beim Auftragen weiter, die Haut von außen zu versorgen. Beim Thema Flüssigkeit muss sich jedoch niemand nur auf eine Creme verlassen.

Viele Menschen trinken im Alltag nicht genügend, was gerade in Herbst und Winter wichtig ist. Wer sich über Stunden hinweg in Räumen voller trockener Heizungsluft aufhält, sollte durch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gegensteuern. Die Feuchtigkeitsspende einer Creme ist ein vergleichsweise geringer Anteil zu den wenigstens zwei Liter, die pro Tag zu trinken sind.

Wasser hat für trockene Haut auch eine Schattenseite. Wer zu häufig und lange duscht und badet, fördert seine Hautprobleme. Der Kontakt mit oft zu heißem Wasser stellt genauso einen Reizfaktor wie Regen, Sturm und Frost dar. Kommen aggressive Seifen und Duschbäder zum Einsatz, nimmt die natürliche Schutzschicht zusätzlichen Schaden. Pflegeprodukte mit einem leicht säuerlichen PH-Wert sind bei kurzen, nicht zu heißen Duschgängen die beste Wahl.

Fett statt Feuchtigkeit - den eigenen Bedarf erkennen

Viele Pflegeprodukte für die Haut bieten gesunde Fette und Feuchtigkeit. Je nach Creme und Lotion wird ein Schwerpunkt auf einen der beiden Inhaltsstoffe gelegt. Doch was genau wird im individuellen Fall benötigt, um das Phänomen trockener Haut zu bekämpfen und diese bestmöglich zu schützen.

Je kälter die Temperaturen sind, umso eher lohnt der Kauf von fetthaltigen Produkten. Diese helfen aktiv dabei, die Schutzfunktion der Haut aufrechtzuerhalten. Der Bedarf an Fett zeigt sich am häufigsten durch Risse und Entzündungen, die bei der Gabe der richtigen Creme schnell verheilen.

Im Sommer droht vor allem durch die Sonneneinstrahlung eine schnelle Austrocknung der Haut, wodurch die Feuchtigkeitsspende wichtiger wird. Je nach Hauttyp ist beides gleichermaßen wichtig, egal welche Jahreszeit vorherrscht. Den Hauttyp kann ein Hautarzt schnell ermitteln und Tipps für die passende Versorgung der Haut geben. Nur wer den eigenen Bedarf wirklich kennt, kann mit einer abgestimmten Creme die beste Gegenmaßnahme leisten.

Stress als negativen Faktor für gesunde Haut erkennen

Hochwertige Cremes, die richtigen Nährstoffe und ein kluges Duschen helfen nur wenig weiter, wenn die Lebensumstände für die trockene Haut verantwortlich sind. Viele Menschen übersehen, wie eng die eigene Lebensweise mit dem Zustand der Haut gekoppelt ist. Dies muss sich nicht alleine durch das Auftreten trockener Haut widerspiegeln. Rötungen, Entzündungen oder sehr fettige Haut sind genauso Anzeichen dafür, dass etwas im Inneren aus dem Gleichgewicht gekommen ist.

Stoffwechsel, Immunsystem und das seelische Wohlbefinden sind eng miteinander gekoppelt. Wer permanent unter Strom steht und dem Stress des Alltags nicht mehr gewachsen ist, wird zwangsläufig Auswirkungen auf seine Hormone und das Immunsystem erleiden. Dies zeigt sich in einer Fülle von Symptomen, wovon Hautprobleme eines sein können.

Gerade langwierige Erkrankungen trockener Haut wie Neurodermitis oder Schuppenflechten werden häufig mit Stress und psychischen Belastungen in Verbindung gebracht. Dies bedeutet nicht, dass solche Krankheitsbilder auch rein organische Ursachen wie eine allergische Reaktion haben können. Wurde jedoch physische Ursachen größtenteils ausgeschlossen, ist ein Blick ins Innenleben des Betroffenen entscheidend.

Lebensweisen verstehen und umstellen

Egal, wie groß der Stress des Lebens ist - die meisten Menschen werden abstreiten, unter Stress zu leiden und Auswirkungen auf Haut und Körper zu haben. Selbst wenn diese Einsicht fehlt, lässt sich auf verschiedene Lebensweisen schauen und antesten, ob diese kurz- und langfristig einen Einfluss auf den Zustand der Haut nehmen. Auch hier gibt es keine Garantien bei einer Umstellung der Lebensweise, trotzdem erleben viele Betroffene hierdurch wertvolle Impulse. Zu den wichtigsten Faktoren gehören:

  • Einschränkung oder kompletter Verzicht auf Genussgifte wie Alkohol und Nikotin
  • Bewusste Auszeiten im Alltag, z. B. für eine Entspannungsübung
  • Mehr Zeit an der frischen Luft verbringen (natürlich mit gutem Hautschutz)
  • Verzicht auf zu häufige Besuche des Solariums

Besonders zu erwähnen ist das Thema Ernährung, das ab den Herbstmonaten nicht nur für die Haut eine besondere Rolle spielt. Durch die sinkende Anzahl an Sonnenstunden mangelt es Millionen Menschen hierzulande am wichtigen Vitamin D. Der Körper schalten hormonell im Herbst schnell in einen Einlagerungsmodus, um den Organismus sicher durch den Winter zu bringen.

Die Gefahr einer ungesunden Ernährung ist in der köstlichen Advents- und Weihnachtszeit besonders groß. Eine bewusst ausgewogene Ernährung wird so zum weiteren Ansatz, sich vor Beschwerden wie trockener Haut zu schützen.

Sonne in der Übergangszeit weiterhin ein Thema

Trockene Haut im Sommer ist ein weit verbreitetes Problem. Mit der richtigen After-Sun-Lotion und einem guten Sonnenschutz lässt sich der beste Beitrag leisten, um empfindliche Haut im Urlaub und daheim zu schützen. Auch wenn die Strahlkraft der Sonne ab Herbst nicht mehr so stark ist, kann sie weiterhin zu einer Belastung werden.

Hier ist der richtige Mittelweg zu finden, da Spaziergänge an der frischen Luft einen guten Beitrag für das Immunsystem leisten. Diese sind gerade in der Sonne zu empfehlen, um wenigstens einen kleinen Beitrag für die natürliche Synthese von Vitamin D durch das Sonnenlicht zu leisten. Es lohnt also weiterhin, Sonnenschutzprodukte im Herbst aufzutragen, wenn die Empfindlichkeit des eigenen, hellen Hauttyps bekannt ist.

Um den Lichtschutzfaktor richtig zu berechnen, wird von der intensiven Sonneneinstrahlung im Sommer ausgegangen. Die ermittelten Werte müssen bei Herbst- und Wintersonne nicht zwingend erreicht werden, können jedoch zu einem besonders geschützten Gefühl beitragen. Bei einer sehr empfindlichen Haut ist die Sonne im Spätsommer und Frühherbst nicht zu unterschätzen. Diese kann mit einem unerwarteten Sonnenbrand zu weiteren Hautproblemen führen.

Von innen und außen vorbeugen

Für trockene Haut in der Übergangszeit gibt es einen großen Vorteil: Betroffene können sich frühzeitig auf Probleme vorbereiten und diesen vorbeugen. Schon im Spätsommer sollte die verwendete Tagespflege angepasst und auf rückfettendere Produkte umgestellt werden. Der Gang in die Dusche sollte etwas kürzer ausfallen, auch Seifen und Gels können umgestellt werden.

Von außen dürfte regelmäßiger Sport unter freiem Himmel und ein besonderes Achten auf eine ausgewogene Ernährung weiterhelfen. Ansonsten gilt wie bei vielen Symptomen: Die aktive Stressvermeidung ist der beste Weg, um Körper und Geist in vielerlei Hinsicht etwas Gutes zu tun. Dies gilt neben trockener Haut für viele weitere Hautbeschwerden.

Das Gespräch mit dem Dermatologen hilft

Selbst wenn Pflege, Ernährung und Lebensweise umgestellt wurden, verschwindet trockene Haut manchmal nicht. Vor dem Kauf der richtigen Pflegeprodukte kann der Besuch beim Hautarzt wertvolle Einblicke in den Hautcharakter und die eigene Gesundheit geben. Selbst wenn die Hautprobleme kein Anzeichen für eine ernstere Erkrankung sind, dürfte die Beratung durch einen Dermatologen den Weg zur idealen, herbstlichen Hautpflege ebnen.