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Berlin/Pforzheim: Durch Impfung und richtige Bekleidung gegen Zeckenstiche schützen

Berlin/Pforzheim : Durch Impfung und richtige Bekleidung gegen Zeckenstiche schützen

Wer im Frühjahr und Sommer häufig im Freien ist, sollte sich gut vor Zeckenstichen schützen. Denn die Insekten übertragen die gefährlichen Erkrankungen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose, warnt die Deutsche Gesellschaft für Neurologie in Berlin.

Beide Infektionen können zu schweren Schäden am Nervensystem führen. Gegen die Gehirn- und Hirnhautentzündung FSME ist eine Impfung möglich, gegen Borreliose nicht.

Laut Prof. Reinhard Kaiser von der Abteilung für Neurologie am Klinikum Pforzheim ist es deshalb wichtig, auf die ersten Anzeichen einer Borreliose zu achten. Bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen macht sie sich früh durch eine Rötung an der Stelle des Zeckenstichs bemerkbar. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig mit einem Antibiotikum behandelt, könne sie fortschreiten, warnt er. Eine sogenannte Neuroborreliose äußere sich vor allem in unerträglichen Schmerzen und nachfolgenden Lähmungen.

Zecken sind in Süddeutschland wesentlich häufiger anzutreffen als im Norden, aber aufgrund der Klimaerwärmung nimmt auch dort die Verbreitung zu. „In den Risikogebieten ist es ratsam, lange Kleidung zu tragen, wenn man sich auf Wiesen oder auch auf Grünflächen innerhalb von Städten bewegt”, sagt Kaiser. Anschließend sollten der Körper und die Kleidung auf Zecken abgesucht werden.

Eine in der Haut sitzende Zecke muss möglichst rasch entfernt werden - am besten mit einer Pinzette, einer Zeckenzange oder einer Zeckenkarte. Denn die Gefahr einer Infektion nimmt zu, je länger das Insekt saugen kann. Bei unklaren Beschwerden nach einem Zeckenstich sollte laut Kaiser unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden.