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Berlin: Drogenbeauftragte will Schockfotos auf Zigarettenpackungen

Berlin : Drogenbeauftragte will Schockfotos auf Zigarettenpackungen

Auf Zigarettenpackungen werden möglicherweise schon bald abschreckende Fotomotive vor den Gefahren des Rauchens warnen.

Solche Fotos hätten eine stärkere Wirkung als die bisher üblichen Textwarnungen, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), am Donnerstag aus Anlass des Welt-Nichtrauchertages am 31. Mai in Berlin. „Ich kann mir vorstellen, dass wir 2010 die ersten Bildhinweise auf den Packungen haben”, sagte die SPD-Politikerin.

Der Aufdruck solcher Schockbilder - zum Beispiel von durch Rauchen verursachten Krankheiten - wird laut Bätzing im geplanten Aktionsprogramm zum Nichtraucherschutz diskutiert, das noch in diesem Jahr starten soll. Teil des Programms werden demnach auch weitere Einschränkungen bei der Tabakwerbung und Initiativen zur Rauchentwöhnung sein.

Die Deutsche Krebshilfe forderte derweil ein „komplettes Verbot der direkten und verdeckten Tabakwerbung” und die Abschaffung von Zigarettenautomaten. Durch die Werbung werde Raucher-Nachwuchs herangezogen, kritisierte die Präsidentin der Organisation, Dagmar Schipanski. Insbesondere zum Schutz von Kindern und Jugendlichen seien hier Einschränkungen notwendig. Zudem müsse auch die „Schleichwerbung” in den Medien eingedämmt werden, etwa durch weniger rauchende Schauspieler und Musikstars.