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Düsseldorf: Drei von vier Männern in NRW sind Vorsorgemuffel

Düsseldorf : Drei von vier Männern in NRW sind Vorsorgemuffel

Die gesetzlich krankenversicherten Männer in Nordrhein-Westfalen sind Vorsorgemuffel. Nur jeder vierte Mann im Alter von 45 Jahren und älter war im vergangenen Jahr bei der Krebsvorsorge. Von den Frauen haben sich dagegen im vergangenen Jahr 59 Prozent von ihrem Frauenarzt vorsorglich untersuchen lassen, wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Dienstag in Düsseldorf nach Auswertung aktueller Versichertendaten mitteilte.

Männer können die Krebsvorsorge jährlich ab dem 45., Frauen bereits ab dem 20. Lebensjahr wahrnehmen. Bei einer Vorsorgeuntersuchung wird keine Praxisgebühr erhoben.

Keine geschlechtsspezifischen Unterschiede konnte die Kasse dagegen beim sogenannten Gesundheits-Check-up feststellen. Diesen nahmen nur 20 Prozent in Anspruch. Einen Lichtblick sieht die TK bei der Jugendgesundheitsuntersuchung (J1). Hier sei ein deutlicher Aufwärtstrend verzeichnet worden. So stieg die Zahl der Teilnehmer in den letzten sieben Jahren von knapp 40 auf rund 70 Prozent. Die J1 ist für 12- bis 14-jährige Jugendliche möglich. Alle zwei Jahre haben Männer und Frauen über 35 Jahren einen Anspruch auf den Gesundheits- Check-up.

„Die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen ist seit Jahren trotz aller Aufklärungskampagnen unbefriedigend. Gründe für die schlechte Resonanz vermuten wir in einem zu geringen Gesundheitsbewusstsein und in der Angst vor einer Diagnose”, sagte die Sprecherin der TK-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, Beate Hanak.