1. Leben
  2. Gesundheit

Diabetiker können auf Einmonatsspritze hoffen

Diabetiker können auf Einmonatsspritze hoffen

Zürich. Tägliche Insulinspritzen könnten für schwer zuckerkranke Menschen bald nicht mehr notwendig sein. Forscher der Universität Zürich haben ein Medikament entwickelt, das den Blutzuckerspiegel für rund einen Monat deutlich verbessert.

Damit müsste Patienten künftig nur noch einmal pro Monat eine Spritze verabreicht werden. Die neue Therapie war erstmals im April 2007 vorgestellt worden.

Zwischenergebnisse einer Nachfolgestudie hätten die Erfolgsaussichten der Einmonatsspritze jetzt eindrucksvoll bestätigt, teilt die Hochschule mit. „Die ersten Resultate zeigen weit bessere Ergebnisse als erwartet”, sagt Studienleiter Professor Marc Donath.

Zwei Studien wurden durchgeführt, je eine in den USA und in Europa. 40 Patienten mit Diabetes Typ 2 erhielten dabei einen neu entwickelten Blocker des Moleküls Interleukin-1beta.

Dies spielt beim Versagen der Insulinproduktion bei Diabetes Typ 2 ein Rolle. Eine einzige Spritze reichte bei den Patienten aus, damit sich der Blutzucker während eines Monats wesentlich verbesserte. Auf Nebenwirkungen stießen die Forscher nicht.

„Das Spektakulärste an den Resultaten ist jedoch, dass sich die Insulinproduktion der Patienten verbesserte”, betont Donath. Noch nach drei Monaten sei eine über 50-prozentige Verbesserung der Insulinproduktion nachweisbar gewesen.

Somit bestätige sich auch die wichtige Aussage der ersten Studie von 2007, dass mit dieser Therapie zum ersten Mal das Fortschreiten der Krankheit gebremst beziehungsweise rückgängig gemacht werden könne.

Alle bisherigen Therapien könnten den Verlauf der Krankheit nicht beeinflussen. Die Forscher um Donath hoffen nun, dass die Therapie mit der Einmonatsspritze nach einigen weiteren Studien eingeführt werden kann.