Hamburg/Berlin: Diabetes Typ 2: Mit cleverem Maßhalten den Stoffwechsel schonen

Hamburg/Berlin: Diabetes Typ 2: Mit cleverem Maßhalten den Stoffwechsel schonen

Kein Süßes, wenig Fett, viele Ballaststoffe: Menschen mit Diabetes Typ 2 wissen, wie schwer es ist, sich den gängigen Empfehlungen entsprechend zu ernähren.

„Diabetiker müssen nicht allen Sünden widerstehen”, sagt Michaela Berger, stellvertretende Vorsitzende der Diabetes Organisation Diabetes DE aus Berlin. „Das Maß ist entscheidend.”

Ab und zu seien ein Dessert, ein Eis oder ein Stück Kuchen vollkommen in Ordnung: „Besonders wenn man sich sportlich betätigt, ist das durchaus drin.” Täglich dürften die süßen Sachen natürlich nicht auf den Tisch, aber zumindest ein- bis zweimal die Woche. „Die tägliche Blutzuckerkontrolle zeigt ja auch, was das Naschen bewirkt”, sagt Berger. Wichtig sei es, sich bewusst zu machen, welche Energiemenge in den Lebensmitteln steckt.

„Für ein Stück Kuchen muss man eine Stunde stramm marschieren.” Das Maßhalten betrifft nicht nur Süßigkeiten, sondern auch einige Obstsorten, wie Bananen oder Weintrauben. „Für Diabetiker gilt: Als Zwischenmahlzeit ist eine halbe Banane oder eine Handvoll Weintrauben ausreichend”, sagt die Expertin. Besser, weil zuckerärmer, seien Snacks aus Gemüse, zum Beispiel Gurkensticks, Karotten oder Apfelschnitze.

Auch bei den Hauptmahlzeiten könne man clever entscheiden: „Wer zum Beispiel magere Koteletts statt Schnitzel kauft, spart sehr viel tierisches Fett ein”, sagt Berger. Von vielen Lieblingslebensmitteln seien leichtere, fettärmere Versionen zu haben: „Der Vergleich der Nährwerttabellen am Supermarktregal kann sich lohnen”, rät die Expertin. dapd/lev/kat

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