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Der Umgang mit Migräne

Starke Kopfschmerz : Was tun bei Migräne?

Viele Menschen leiden regelmäßig unter Migräne. Laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft DMKG leiden etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung regelmäßig unter Migräne-Kopfschmerzen. Trotz der hohen Zahl der Betroffenen ist Migräne noch immer nicht genau erforscht.

Wer an Migräne erkrankt und welche Gründe der Erkrankung zugrunde liegen, ist nicht eindeutig zu sagen. Es gibt aber unterschiedliche Triggerfaktoren, die eine Migräneattacke auslösen können.

Die Faktoren, die ein Einstellen von Migräne-Kopfschmerzen begünstigen, sind vielfältig und von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Als gesicherte Auslöser, die zu akuter Migräne führen können, gilt Stress, Angstzustände, Schlafmangel, helle Lichter, Rauch und eine schlechte Ernährungsweise. Sie können eine Migräneattacke, die sich meist mit Symptomen wie einseitig pulsierende Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Lichtscheu, Unwohlsein, Schwindel und vielen weiteren äußert, auslösen. Um die Leiden bei einer Attacke so gering wie möglich zu halten, sollten folgende Schritte durchgeführt werden.

Einen ruhigen und abgedunkelten Raum aufsuchen

Zunächst sollte man Ruhe bewahren und auch einen ruhigen Platz aufsuchen. Zudem hat es sich erwiesen, dass das Einnehmen einer waagerechten Position die Symptome mildern kann. So sollte man sich in einem ruhigen und abgedunkelten Raum ablegen. Wenn sich die Attacke Zuhause einstellt, bietet sich das eigene Bett an. Dinge wie Fernsehen oder die Nutzung des Smartphones sollten dabei dringend vermieden werden.

Kühlen des Kopfes

Zur Linderung des meist stechenden einseitigen Kopfschmerzes kann es sinnvoll sein, den Kopf und insbesondere die Stirn zu kühlen. Kalte Kompressen oder ein Kühlakku können helfen. Dabei ist zu beachten, dass man richtig kühlt. Ähnlich wie bei Sportverletzungen sollte nur für eine geringe Zeit - häufig werden 10 Minuten empfohlen - gekühlt werden, um Gewebeschäden zu vermeiden. Nach einer Kühlpause kann die Anwendung je nach Bedarf wiederholt werden.

Kopfmassagen

Auch manuelle Anwendungen der Kopfhaut können Migräne-Kopfschmerzen lindern. Leichte und vorsichtig durchgeführte Kopfmassagen führen bei manchen Betroffenen zu schneller und deutlicher Linderung der Schmerzen.

Koffeinhaltige Getränke

Letztlich hat sich gezeigt, dass koffeinhaltige Getränke gegen Migräneattacken helfen können. Viele Menschen trinken bei leichten Migräneattacken eine Tasse starken Kaffee. Es wird empfohlen, den Kaffee mit dem Saft einer halben Zitrone zu mischen. Das Koffein aus dem Kaffee verengt im Gehirn die Blutgefäße, die sich bei einer Migräneattacke erweitern.

Wer regelmäßig unter Migräne leidet, sollte zudem ein Schmerztagebuch führen. Hier sollte immer niedergeschrieben werden, wann sich eine Attacke eingestellt und was dazu geführt haben könnte. Nach einer gewissen Zeit sind häufig wiederholende Faktoren festzustellen, die zu den Attacken führen. Natürlich sollte man sich auch fachlichen Rat einholen.

Wer vermutet, unter Migräne zu leiden, lang anhaltende Kopfschmerzen hat oder neue Symptome im Zusammenhang mit Migräne bei sich feststellt, sollte einen Arzt konsultieren. Auch wenn Schmerz subjektiv ist und sich Migräne nicht anhand von Fakten wie Blutwerten feststellen lässt, kann ein Arzt sehr häufig Gründe und Lösungen für Migräne-Kopfschmerzen finden.

(vo)